Megatrends verpackt in ETFs „Ein wichtiger Trend in der Anlageberatung“

 Thomas Wiedenmann, Vertriebsexperte bei BlackRocks ETF-Plattform iShares

Thomas Wiedenmann, Vertriebsexperte bei BlackRocks ETF-Plattform iShares

Wann habe ich das zuletzt erlebt? An der Uni bei Vorlesungen des beliebtesten Professors? Bei einem spontanen Konzert eines angesagten Acts? Der Saal 2 auf dem Fondskongress in Mannheim war brechend voll: Zuhörer standen hinten und an den Seiten in Reihen, saßen auf Fensterbänken, auf dem Boden, lagen der Vortragenden wortwörtlich zu Füßen.

Und alle waren ganz Ohr, was die renommierte Zukunftsforscherin Jeanette Huber zu sagen hatte. Ihr Thema: Megatrends, Entwicklungen, die unsere Welt und Gesellschaft auf lange Sicht und grundlegend ökonomisch, gesellschaftlich und kulturell prägen und verändern werden.
Ich habe den prägnanten Vortrag genossen – jede Minute: Vier Megatrends hat sie herausgepickt und in ihren unterschiedlichen Dimensionen von Ursachen und langfristig wirksamen Veränderungen aufgefächert. Nehmen wir etwa den Trend zu fortschreitender Automatisierung und dem Einsatz von Robotik in der Fertigung. Hier geht es nicht allein um Effizienzsteigerung der Produktion.

Im Zentrum steht die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Faszinierend, wie sogenannte „Cobots“ auf Menschen reagieren und mit ihnen interagieren können. Aus dem Trend Automatisierung ergeben sich so ganz neue Möglichkeiten. Oder wie Jeanette Huber sagt: „Der Kuchen an Arbeit wird nicht einfach durch die Automatisierung verkleinert. In manchen Gebieten macht sie Arbeit überflüssig, in anderen schafft sie Raum für neue Tätigkeiten.“

Durchbrüche in Digitalisierung und Medizin

Weitere wichtige Trends im Vortrag waren die fortschreitende Digitalisierung in allen Teilen der Welt oder die großen, Perspektiven verändernden Durchbrüche in der Medizin, die auch das tradierte systematische Bild der Medizin grundsätzlich verändern und zu stärker individualisierten Ansätzen führen können.

Schon fast greifbar nahe ist der Megatrend „Alterung der Bevölkerung“. Unsere Gesellschaften werden älter. Doch das (Selbst-)Bild und die Ansprüche der Älteren an die eigene Lebensgestaltung ändern sich. Das schafft neue Nachfrage nach Produkten und Angeboten für diese Zielgruppe, bewirkt aber auch Anpassungsprozesse in vielen Unternehmen, die vordergründig gar nichts mit „Silver Agern“ zu tun haben. Zum Beispiel, wenn es darum geht, die Teilhabe von älteren Kollegen am Arbeitsprozess zu ermöglichen. Denn es wird zunehmend zur Frage, was von Menschen als sinnstiftend im dritten Lebensalter empfunden wird. Auch längere Arbeitszeiten spielen dabei eine Rolle.

Viele spannende Themen, in die ich mich gern noch weiter vertieft hätte. Besonders, weil es auch Möglichkeiten gibt, als Anleger davon zu profitieren, etwa gezielt mit thematischen ETFs – wie immer effizient, einfach und transparent. Und ganz, wie es auch Jeanette Huber beschrieben hat, betrifft jeder einzelne Megatrend jeweils viele Lebensbereiche und damit auch viele Branchen. Das ist für mich die wichtigste Erkenntnis. Denn das heißt für Anleger auch: Wer die langfristigen Renditepotenziale, die in einem Megatrend stecken, nutzen möchte, kann das nicht mit einem oder mehreren herkömmlichen Branchenfonds tun.

Wenn ich das Interesse der professionellen Besucher in Mannheim zum Gradmesser nehme, ist klar: Megatrends und mit ihnen Themeninvestments mithilfe von ETFs sind ein wichtiger Trend in der Anlageberatung – und das ganz zu Recht.