Mehr als Google und Facebook Wo uns die wirklich wichtigen Technik-Trends hinführen

Graphen-Chip auf dem Mobile World Congress in Barcelona: Die neue Generation soll Daten noch schneller verarbeiten können als herkömmliche Chips | © Getty Images

Graphen-Chip auf dem Mobile World Congress in Barcelona: Die neue Generation soll Daten noch schneller verarbeiten können als herkömmliche Chips Foto: Getty Images

Die Technologieaktien von Facebook, Google oder Amazon haben die Aktienmärkte in den vergangenen Monaten klar dominiert. Doch nach den jüngsten Kursturbulenzen sind viele Anleger verunsichert, ob sich ein Investment in den Tech-Sektor noch lohnt. Dabei hat die Branche viel mehr zu bieten als die großen Titel. Zwar haben Technologieaktien zuletzt Federn gelassen, doch langfristig bleibt der Sektor interessant. Rekordinvestitionen in Informationstechnologie (IT) verleihen der Branche Rückenwind.

Rekordinvestitionen in Software

In allen Industriezweigen investieren Unternehmen große Summen in IT, um ihre betrieblichen Prozesse zu optimieren und disruptive Veränderungen zu meistern. Dabei entfällt ein immer größerer Teil auf Software. Amerikanische Unternehmen haben 2016 genauso viel für Software wie für klassische Produktionsgüter ausgegeben, Tendenz steigend.

Hyun Ho Sohn

Das Ziel: Über Big-Data-Analysen wollen die Firmen ihre innerbetrieblichen Prozesse verbessern. Vor allem das sogenannte Internet der Dinge (IoT) und Sensorikthemen werden für Unternehmen immer interessanter. Wo liegen die Anlagechancen?

Vernetze Fabriken – Stichwort Industrie 4.0

Die Idee hinter Industrie 4.0 ist die Verbindung des Internets der Dinge, kurz IoT, mit künstlicher Intelligenz, Cloud-Computing und Robotik. Damit soll die vierte industrielle Revolution eingeleitet werden. Zunächst braucht es dazu IoT-fähige Sensoren zur Datensammlung. Jährlich wächst die Zahl der IoT-Geräte rasant um zuletzt 27 Prozent auf derzeit rund 3 Milliarden Geräte.

Aber das Sammeln von Daten ist nur der erste Schritt. In den meisten Fabriken werden heute noch nicht einmal alle gesammelten Daten überhaupt genutzt. Auf lange Sicht dürfte die Verknüpfung von künstlicher Intelligenz (KI) und dem Internet der Dinge in der Industrie eine Positivspirale bewirken: Mehr Daten verbessern KI-Lösungen. Diese führen zu einer höheren Kapitalverzinsung des IoT und begünstigen dessen Ausbreitung. Damit werden noch mehr Daten für einen neuen Wachstumszyklus erzeugt.