Mergers & Acquisitions 2016 verspricht neuen Fusionen-Rekord

Im Januar 2009 übernahm der Pharma-Gigant Pfizer den Spezialisten Wyeth. Im Bild: Der damalige Pfizer-Vorstandsvorsitzende Jeffrey Kindler (l.) und der in den Verwaltungsrat des Roche-Konzerns gewechselte, damalige Wyeth-Vorstandsvorsitzende Bernard Poussot. Foto: Getty Images

Im Januar 2009 übernahm der Pharma-Gigant Pfizer den Spezialisten Wyeth. Im Bild: Der damalige Pfizer-Vorstandsvorsitzende Jeffrey Kindler (l.) und der in den Verwaltungsrat des Roche-Konzerns gewechselte, damalige Wyeth-Vorstandsvorsitzende Bernard Poussot. Foto: Getty Images

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Unternehmen haben im vergangenen Jahr 3,8 Billionen Dollar für Fusionen und Übernahmen ausgegeben, wie Bloomberg-Daten zeigen. Das ist das höchste jemals verzeichnete Volumen und übertrifft den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2007 vor der Finanzkrise.

Für 2016 zeigen sich die Manager noch optimistischer: In einer im Oktoberveröffentlichten Studie von EY erwarteten annähernd 60 Prozent der befragten Manager, in den kommenden zwölf Monaten Akquisitionen durchzuführen - verglichen mit 40 Prozent ein Jahr zuvor.

Das vierte Quartal wies im vergangenen Jahr die stärkste Aktivität auf. Laut den Daten belief sich das Volumen auf 1,3 Billionen Dollar. Erstmals seit dem zweiten Quartal 2007 lag das Volumen für einen Dreimonatszeitraum über der Marke von einer Billion Dollar.

Wichtiger Event für Fusionsverhandlungen

Ein frühes Signal für die Entwicklung über den Verlauf des Jahres könnte die nächste Woche stattfindende JPMorgan Chase Healthcare Conference liefern. Die erste große Branchentagung des Jahres ist traditionell ein wichtiger Ort für die Anbahnung von Fusionsverhandlungen.

Der Zusammenschluss von Pfizer und Allergan im Volumen von 160 Milliarden US-Dollar war die größte Transaktion im vergangenen Jahr. Auch in diesem Jahr dürfte die Pharmabranche führend bei Fusionen sein.

Shire steht in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Kauf von Baxalta für rund 32 Milliarden US-Dollar, wie informierte Kreise berichten. Eine Einigung könnte noch diese Woche erzielt werden.

Fidelity-Experte erwartet Investmentchancen

„Die Aktivität bei Fusionen und Übernahmen dürfte auf einem erhöhten Niveau bleiben“, schreibt Eddie Yoon, Portfoliomanager und Leiter Gesundheitssektor bei Fidelity Investments, in seinem Ausblick für 2016.

„Betrachtet man das attraktive Free- Cash-Flow-Profil im Gesundheitssektor, sollten eine effiziente Kapitalanlage für die Belebung der Wachstumsaussichten eines Unternehmens oder niedrigere Kosten durch Synergien weiterhin für Investmentchancen sorgen.“

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