Emerging Markets Die 5 besten und schlechtesten Schwellenländer-Anleihemärkte 2016

„Anleger, die vor einem Jahr auf Anleihen der Schwellenländer setzten, konnten sich über eine ordentliche Wertentwicklung freuen“, erklärt Claudia Calich, Managerin des M&G Global Emerging Markets Bond Fund. „Da diese Anlageklasse mit niedriger Bewertung und einem gewissen Pessimismus in 2016 gestartet war, blieb viel vom folgenden Aufschwung und der Kurserholung hängen.“

Sieger: Verlierer des Vorjahres

Die einzelnen Märkte entwickelten sich häufig spiegelbildlich zum Vorjahr: Mit Ausnahme der Ukraine lagen 2016 diejenigen Schwellenländer vorn, die 2015 schlecht abgeschnitten hatten. Eine große Rolle spielte die Erholung des Ölpreises und anderer Rohstoffe. Klarer Spitzenreiter waren brasilianische Staatsanleihen, die auf Real begeben wurden. Die Türkei und Mexiko verzeichnen dagegen die höchsten Verluste.

Nach Calichs Einschätzung sind die meisten Schwellenmärkte für 2017 gut gerüstet: „Da die Währungen überwiegend fair oder sogar etwas unterbewertet sind, können die Länder auch höhere Zinsen in den USA und einen stärkeren Dollar verkraften.“ Größter Unsicherheitsfaktor sei jedoch der chinesische Renminbi, dessen Entwicklung stark von der zukünftigen US-Handelspolitik abhänge.

Eine chinaunfreundliche US-Politik könne auch die feste Anbindung an den Dollar in Gefahr bringen: „Ich gehe zwar nicht davon aus, dass China dieses Jahr zu flexiblen Wechselkursen übergehen wird, es bleibt jedoch ein Risiko“, sagt Calich. Insgesamt erwartet die Fondsmanagerin, dass es 2017 wichtiger werde, die Volatilität und allgemeine Marktrisiken im Auge zu behalten.