Miese Stimmung in der Eurozone Diese Währungs-Investments kommen jetzt infrage

Sofern man sein Geld nicht nur in Euro anlegen möchte, sollte man Fremdwährungsanleihen (oder Aktien) kaufen, die möglichst an deutschen Börsen handelbar sind. Das vereinfacht den Handel und senkt die Handelskosten. Das können die sogenannten Hartwährungen wie der US-Dollar, der japanische Yen, der Schweizer Franken, australischer Dollar, die norwegische Krone, das britische Pfund, etc. sein.

Alternativ kommen die oft hoch rentierlichen Anleihen in brasilianische Real, türkische Lira, indische Rupie, russische Rubel, südafrikanische Rand, etc. infrage. Diese zählen zu den sogenannten Weichwährungen. Sie sind gekennzeichnet von einer hohen Inflation, welche den Wert des Geldes entwertet. Das schwächt oft dauerhaft diese Währungen. Durch die oft hohen Schwankungen dieser Währungen ist diese Form der Geldanlage als sehr spekulativ anzusehen.

In der Regel kauft man sich keine Geldscheine in der Bank, sondern Hebelprodukte, auch Derivate genannt. Dies können Terminkontrakte sein, für den privaten Spekulanten aber in der Regel börsengehandelte Optionen und Optionsscheine. Damit wird auf einen Anstieg oder Verfall einer Währung spekuliert. Aktuell könnte es interessant sein, auf einen Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar, dem britischen Pfund oder aber dem Schweizer Franken zu setzen. Schließlich ist die Stimmung hier in der Eurozone so negativ, dass eine Erholung sehr gut möglich ist.

Fazit: Die Geldanlage in Fremdwährungsanleihen kann eine sinnvolle Diversifikation für ein Wertpapierdepot darstellen. Dabei kann man sogar beispielsweise kleine Anteile in russischen Rubel (als Spekulation auf eine weitere Erholung) oder brasilianische Real in Betracht ziehen. Rein spekulative Investments sollte man nur dann tätigen, wenn man sich der hohen Risiken bewusst ist und sehr genau die Märkte verfolgen kann.