Mieses Timing Fondsmanager und Führungskräfte verkauften Apple-Aktie kurz vor größter Rally in 5 Jahren

Apple-Logo auf einem iPhone. | © Getty Images

Apple-Logo auf einem iPhone. Foto: Getty Images

Fünf Führungskräfte des iPhone-Herstellers verkauften im August im Vorfeld des rasanten Kursanstiegs Aktien des Unternehmens. Ausgelöst wurde die Rally wohl nicht zuletzt durch die Vorstellung neuer Smartphones.

Top-Manager wie etwa der Finanzchef und der Firmenjustiziar trennten sich von Aktien in einem Monat, der der stärkste für Insider-Verkäufe seit mindestens 2004 war. Das geht aus Pflichtmitteilungen hervor, die von InsiderInsights.com und Bloomberg zusammengetragen wurden. Nicht berücksichtigt sind dabei automatische Transaktionen und Geschäfte im Zusammenhang mit Optionen.

Die zunehmenden Aktien-Verkäufe hochrangiger Apple-Manager ereigneten sich zur selben Zeit, in der eine steigende Anzahl von Fondsmanagern der Aktie den Rücken kehrte, nachdem der Kurs in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 9,2 Prozent gesunken war.

Dieser Kurseinbruch löste sich dann allerdings in Luft auf, als die Nachfrage nach dem neuen iPhone 7 größer als erwartet war und wegen der Probleme bei den Handys von Konkurrent Samsung Electronics Co. Investoren wurden daran erinnert, dass der richtige Zeitpunkt bei Käufen und Verkäufen am Aktienmarkt eine Herausforderung darstellt.

„Ich habe keinen Zweifel daran, dass all diese Insider, die im August verkauft haben, sich jetzt wünschen, dass sie noch einen oder zwei Monate gewartet hätten“, sagt Jonathan Moreland, Direktor der Analyse bei InsiderInsights.com. Die Gesellschaft mit Sitz in New York wertet Insider-Transaktionen aus. „Ein Teil des Kursanstiegs kommt von den überraschend schlechten Nachrichten eines Wettbewerbers, von denen sie beim Verkauf nichts gewusst haben konnten.“

CFO Luca Maestri und Justiziar Bruce Sewell zählen zu den Apple-Insidern, die im vergangenen Monat zusammen Aktien im Wert von 18,3 Millionen Dollar verkauft hatten. Zwar ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein im Vergleich zu Apples Marktwert von 610 Milliarden Dollar. Allerdings wird dadurch ein vier Jahre währender Trend gebrochen - ein Zeitraum, in dem es nahezu keine beabsichtigten Verkäufe von Insidern gab.