Mifid II Allianz GI nimmt Research-Kosten auf die eigene Kappe

Tobias Pross, Leiter EMEA bei Allianz GI: „Research ist ein elementarer Teil unseres Anspruchs als aktiver Manager.“  | © Allianz GI

Tobias Pross, Leiter EMEA bei Allianz GI: „Research ist ein elementarer Teil unseres Anspruchs als aktiver Manager.“ Foto: Allianz GI

Allianz Global Investors (Allianz GI) hat entschieden, die Kosten für Analysen von Dritten für alle Fonds und Kundenmandate, die unter die Mifid-II-Regelung fallen, selbst zu tragen. „Für Allianz GI ist dies die naheliegende Lösung, weil wir ohnehin auf ein starkes hausinternes Research-Team setzen und den größeren Teil der Analysen selbst erstellen“, sagt Tobias Pross, Leiter Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei Allianz GI. „Research ist ein elementarer Teil unseres Anspruchs als aktiver Manager. Diese Kosten tragen wir seit jeher in unserer G&V-Rechnung.“

Bisher werden sie durch die Gebühren für den Wertpapierhandel abgedeckt. Mit der europäischen Wertpapierrichtlinie Mifid II müssen ab 2018 Broker, Banken und Wertpapierhandelshäuser jedoch gesonderte Rechnungen für Analysen und Research stellen. Die Fondsgesellschaften wiederum haben die Möglichkeit, diese Kosten auf die von ihnen verwalteten Fonds und Mandate umzulegen oder selbst zu übernehmen.

Von den vier deutschen Fondsriesen hatte sich erst vor kurzem die Dekabank festgelegt. Sie will die Kosten für externes Research zukünftig voraussichtlich auf Fondsebene ausweisen. Auch Union Investment wird wohl diesen Weg einschlagen. Die Deutsche Asset Management hat sich bislang nicht zu ihren Plänen geäußert.

Für Allianz Global Investors verwalten mehr als 600 Anlagespezialisten an 25 Standorten weltweit ein Vermögen von gegenwärtig mehr als 498 Milliarden Euro für Privatanleger, Family-Offices und institutionelle Anleger.