Mobius, Blackrock und UBS einer Meinung China-Aktien trotz Crash immer noch zu teuer

Börsen-Crash in China. Foto: Getty Images

Börsen-Crash in China. Foto: Getty Images

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Ist nach all diesen Verlusten nun der Zeitpunkt gekommen, auf Schnäppchenjagd zu gehen? Noch nicht, so BlackRock, UBS und Mark Mobius von Templeton Emerging Markets Group. Sie prognostizieren, dass die Festlandsaktien noch weiter fallen müssen, bevor sich Käufe lohnen.

Selbst nach dem Ausverkauf liegt der chinesische Shanghai Composite Index 89 Prozent über dem Stand von vor 12 Monaten. Die Bewertung der Benchmark ist 50 Prozent über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt, wobei das durchschnittliche Kurs-/Gewinn-Verhältnis an den chinesischen Börsen das Höchste unter den zehn größten Märkten ist. Da die Kurse von mehr als 1300 Festlandsaktien durch Handelsstops eingefroren sind, dürften die Kurse den Verkaufsdruck vom vergangenen Monat nicht voll widerspiegeln.

„Die Bewertungen sind immer noch doppelt so hoch wie im vergangenen Sommer“, sagte Russ Koesterich, weltweiter Chef-Anlagestratege bei BlackRock, am 10. Juli in einem Interview mit Bloomberg Television. „Angesichts des Ausmaßes der Rally ist es möglich, dass wir selbst nach einer Korrektur von 30 Prozent noch nicht wieder in die Nähe eines fairen Wertes gekommen sind.“

Der Shanghai Composite stieg am Montag um 2,4% auf 3970,39 Punkte. Die vier folgenden Grafiken zeigen, wo sich die chinesischen Bewertungen zu Börsenschluss am Freitag befanden.

SHANGHAI COMPOSITE: Der chinesische Benchmark-Index wird etwa zum 20-Fachen des Gewinns der vergangenen 12 Monate gehandelt. Zwar ist das niedriger als der Wert von 26 zum Höhepunkt der Rally Mitte Juni, liegt aber erheblich über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 13,4, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen.



„Sie sind weiter teuer“, sagt Wenjie Lu, Stratege bei UBS in Schanghai. „Das Abwärtsrisiko für A-Aktien ist weiterhin groß.“