Morningstar-Analyse „Europäische Aktien durch die Bank überbewertet“

Das Marktbarometer der Rating-Agentur Morningstar misst unter anderem die durchschnittliche Bewertung von Aktienmärkten. Dabei wird die hauseigene Bewertungskennziffer „Price/Fair Value“ (P/FV) verwendet, die das Verhältnis zwischen dem Kurs einer Aktie und seinem Fair Value angibt.

Ein P/FV-Wert von 1,0 zeigt dabei an, dass ein Unternehmen fair bewertet ist. Bei einem P/FV-Wert unter 1,0 hingegen wird eine Aktie unter ihrem „Inneren Wert“ gehandelt. Das heißt, das entsprechende Unternehmen erscheint an der Börse unterbewertet zu sein.

Standardwerte besonders hoch bewertet

Überbewertet wirken Aktien mit einem P/FV-Wert über 1,0. Dies trifft auf die europäischen Aktienmärkte zu, auch wenn dieser Befund überwiegend nicht signifikant hoch ausfällt. Am teuersten sind demnach Standardwerte. Kleinkapitalisierte Aktien sind dagegen etwas günstiger zu haben.

Laut Morningstar waren Energieaktien und Finanztitel die Träger der starken Performance im vierten Quartal 2016. Die Verlierer des vergangenen Börsenjahres waren dagegen Telekom-Aktien und Gesundheitstitel. Auch Versorger und Immobilienaktien lagen 2016 leicht im Minus.

Diese Performance-Entwicklung spiegelt sich auch in den Bewertungen der Sektoren wider: Rohstoffunternehmen (P/FV-Wert: 1,29) waren zum Jahresende am teuersten bewertet. Telekom-Titel (P/FV-Wert: 0,89) waren im Durchschnitt dagegen am günstigsten zu haben.