Morningstar Analyst Rating Antworten und Reaktionen auf das neue Rating des DWS Aktien Strategie Deutschland

Bronzemedaille bei den Olympischen Spiele in Rio de Janeiro | © Getty Images

Bronzemedaille bei den Olympischen Spiele in Rio de Janeiro Foto: Getty Images

Analysehaus Morningstar hat den Fonds DWS Aktien Strategie Deutschland von der Deutsche Asset Management einer Revision unterzogen: Morningstar stuft den Fonds, den die Analysten noch Anfang August bei ihrer Revision des qualitativen Ratings mit „Silber“ beurteilten hatten, jetzt auf ein „Bronze“ herab. Was ist geschehen?

Nach der Nachricht über den geplanten Weggang von Fondsmanager Henning Gebhardt hatten die Analysten ihr vormaliges qualitatives Rating-Urteil „Silber“ für den DWS Aktien Strategie Deutschland zurückgezogen und den Fonds vorübergehen „under review“ gestellt: Der DWS Aktien Strategie Deutschland sei maßgeblich von der Handschrift seines langjährigen Fondsmanagers Henning Gebhardt geprägt gewesen, begründete Morningstar-Analystin Barbara Claus Anfang September den Schritt der Analyseagentur.

Allerdings ist Gebhardt noch längst nicht fort: Die Veränderung an der Spitze des Fonds soll erst zum Jahreswechsel erfolgen. Dann verlässt Gebhardt die Deutsche Asset Management und wechselt als Investmentchef zur Hamburger Berenberg Bank. Und auch erst dann tritt der derzeitige Vize Tim Albrecht mit Unterstützung durch Hansjörg Pack die anspruchsvolle Erbfolge seines Vorgängers an. Trotzdem hat Morningstar sein neues Urteil bereits jetzt getroffen. Wir haben uns angesehen, wie nach dem „Silber“-Rating vom August jetzt das aktuelle „Bronze“ zustandekam:

Analysehaus Morningstar hat zwei unterschiedliche Bewertungsmethoden, nach denen es sich Fonds anschaut. Neben dem Sterne-Rating, das so gut wie alle bei Morningstar gelisteten Fonds einmal im Quartal nach quantitativen Gesichtspunkten bewertet ­– Bestnote 5 Sterne –, unternimmt Morningstar auch qualitative Analysen. Hierfür gibt es fünf mögliche Urteile zwischen „Gold“ und „Negativ“. In seinem „Analyst Rating“ beurteilt das Bewertungshaus den Fonds nicht nach harten Kennzahlen, sondern vielfach auch nach weichen Faktoren: Fondsmanagement, Fondsgesellschaft, Investment-Prozess, Fondsperformance und schließlich die Gebühren kommen in dieser Bewertung zum Tragen. Das qualitative Urteil beruht stark auch auf einer subjektiven Einschätzung durch Morningstar.