Morningstar-Stern weg und wieder da Das war beim FvS Multiple Opportunities los

Spiralgalaxie. Beim Analysehaus Morningstar kann ein Fonds maximal fünf Sterne für sehr gute risikoadjustierte Performance erhalten. | © Getty Images

Spiralgalaxie. Beim Analysehaus Morningstar kann ein Fonds maximal fünf Sterne für sehr gute risikoadjustierte Performance erhalten. Foto: Getty Images

Als sei ihm ein Zacken aus der Krone gebrochen: Im Juli hatte die Analyseagentur Morningstar dem FvS Multiple Opportunities, Flaggschiff-Fonds des Kölner Vermögensverwalters Flossbach von Storch, einen Stern aberkannt. Zumindest büßte die beliebte Privatanleger-Tranche des Fonds – und auch der international gehandelte Fonds-Zwilling Multiple Opportunities II – einen von fünf Sternen ein. Verschiedene Medien hatten das Thema aufgegriffen.

So funktioniert das Sterne-Rating

Sterne vergibt Morningstar auf Basis eines quantitativen Rating-Prozesses. Die Analyse findet automatisiert einmal monatlich statt. Maximal fünf Sterne kann ein Fonds erhalten. Die Analysten messen die risikobereinigte Rendite von Fonds gegenüber ihrer Vergleichsgruppe über drei, fünf und zehn Jahre und ordnen sie daraufhin ein: Die oberen 10 Prozent erhalten fünf Sterne, die nächsten 22,5 Prozent vier, die mittleren 35 Prozent drei, die folgenden 22,5 Prozent zwei und die unteren zehn Prozent einen Stern.

In puncto Risikobewertung geht Morningstar von den vermuteten Erwartungen von Fondsanlegern aus: Anleger scheuen in der Regel das Risiko und bevorzugen Fonds mit gleichmäßiger Wertentwicklung gegenüber stark schwankenden Produkten. In der quantitativen Rendite-Risiko-Betrachtung belohnt Morningstar daher Fonds mit möglichst geringen Ausschlägen nach unten.

Wieso der Stern weg war

Wieso hatte der FvS Multiple Opportunities nun einen Stern eingebüßt? Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung räumte FvS-Kapitalmarktstratege Philipp Vorndran Ende September ein, dass sein Haus den schwächelnden US-Dollar unterschätzt und das Portfolio zu wenig abgesichert habe. Gut 40 Prozent der Mittel legt der FvS Multiple Opportunities in US-Aktien an.

Mittlerweile ist der Schönheitsfehler behoben: Morningstar hat dem Fonds den fünften Stern zurückgegeben. Das gleichzeitig von Morningstar vergebene Bronze-Siegel – auf Basis eines qualitativen Ratings – blieb von der vorübergehenden Herabstufung beim Sterne-Rating allerdings unberührt.