Multi-Asset-Fonds: „Eigene und fremde Expertise nutzen“

Jörg Schlinghoff

Jörg Schlinghoff

// //

DAS INVESTMENT.com: Multi-Asset- Strategien gelten als Königsdisziplin im Fondsmanagement. Wie stellen Sie dafür die Expertise sicher? Jörg Schlinghoff: Wir nutzen in unserer Gruppe ein sehr umfangreiches Research, das permanent alle wesentlichen Märkte weltweit analysiert. Und unser Team, das die Portfolio-Zusammensetzung des Allianz Reale Werte bestimmt, setzt sich im Kern aus acht Portfolio- Managern zusammen. Weitere Multi-Asset- und Produktspezialisten unterstützen unser Team.

DAS INVESTMENT.com: Decken Sie wirklich jeden Markt ab?

Schlinghoff: Ja, nahezu. Zudem profitieren wir von der Expertise der Fondsmanager der aktiv gemanagten Zielfonds, in die wir investieren. Unser Team selektiert die attraktivsten Fonds von über 150 Asset-Management-Gesellschaften, spricht mit deren Managern und trifft dann die Entscheidung, ob ein Einstieg für unseren Fonds sinnvoll ist. So können wir auch in speziellen Märkten wie etwa bei Goldminen-Aktien die besten Targets finden. wir nutzen also eigene und fremde Expertise.

DAS INVESTMENT.com: Wie schnell können Sie auf die Entwicklungen an den Märkten reagieren? Schlinghoff: Sofort, wir managen den Fonds tagesaktuell. Klar ist, dass dabei natürlich auch die Reaktionsschnelligkeit der Zielfonds ein entsprechender Faktor ist. DAS INVESTMENT.com: Das zunehmende Risikobewusstsein der Anleger lässt vermögensverwaltend gemanagte Fonds immer mehr im Fokus stehen. Für Sie eine nachvollziehbare Entwicklung? Schlinghoff: Ja – und vermögensverwaltend ist unser Ansatz auch. Nur sind viele wettbewerber inihrer Anlagestrategie auf Aktien und renten beschränkt. wir haben fünf Assetklassen im Blick und zielen auf absolute Erträge. Dafür ist es notwendig, rohstoff-, Immobilien- und Goldinvestments integrieren und Produkte wie Derivate und Zertifikate nutzen zu können.