Nach Ärger mit institutionellen Anlegern DNB baut Vermögensverwaltung aus

Oslo: Norwegens größte Bank DNB baut derzeit ihr Asset Management aus | © Leylop/Wikipedia

Oslo: Norwegens größte Bank DNB baut derzeit ihr Asset Management aus Foto: Leylop/Wikipedia

DNB ASA stellt mehr Aktienanalysten ein, um norwegische Unternehmen und den Sektor Gesundheitswesen abzudecken. Zudem werden die Berichterstattung an die wichtigsten Kunden gestärkt sowie mehr Vertriebspersonen beschäftigt.

Die Schritte gehören zu einer Reihe von Verbesserungen, um die Abwärtsspirale auszubremsen, sagt Torkild Varran, der Chef von DNB Asset Management. “Wir sind auf fünf abgerutscht und wir sind nicht zufrieden. Aber wir haben einige Schritte eingeleitet, um wieder auf die Spur zu kommen”, erklärt er in einem Interview mit Bloomberg. “Wir bauen ein gutes Team im Bereich Gesundheitswesen auf. Wir haben Leute eingestellt, um mehr Quant-Faktor Asset Management zu machen. Und wir haben für das Team, das sich um norwegische Aktien kümmert, Neueinstellungen vorgenommen."

Seit 2013 verschlechterte sich DNB jedes Jahr im Kunden-Ranking

Institutionelle Kunden, deren Anlagegelder bis zu 70 Prozent des von DNB betreuten Anlagevolumens ausmachen, hatten die Bank mit Sitz in Oslo zum letzten Mal 2013 zum besten Anbieter von externer Vermögensverwaltung in Norwegen gewählt. Seit damals ist es dann fast in jedem Jahr im Ranking immer weiter nach unten gegangen.

In der jüngsten Umfrage von TNS Sifo Prospera ist DNB hinter Nordea Bank AB, Alfred Berg Kapitalforvaltning AS, Storebrand ASA und Danske Bank A/S gerutscht. Berücksichtigt werden in der Erhebung das Ansehen des Marketings der Asset Manager, die Leistung der Vertriebsleute, die Gebührenstruktur sowie die Berichterstattung dazu, wie sich Investments entwickeln.

Varran zufolge war die Sparte zuletzt einigen Herausforderungen ausgesetzt. Dazu zählen der Abgang von Mitarbeitern, eine Fokussierung auf die private Vermögensverwaltung, was Ressourcen in Anspruch nahm, sowie Schritte von Wettbewerbern, um die Berichterstattung an deren Kunden zu verbessern.