Nach Brexit-Panik Britische Immobilienfonds werden wieder geöffnet

City of London, das wirtschaftliche Zentrum von Greater London. | © Getty Images

City of London, das wirtschaftliche Zentrum von Greater London. Foto: Getty Images

Insgesamt sieben britische Immobilienfonds waren nach den Marktturbulenzen infolge des Brexit-Votums eingefroren worden. So hatte beispielsweise Columbia Threadneedle Investments nach massenhaften Abflüssen einen Rücknahestopp verhängt. „Wir verzeichneten ein beispielloses Niveau an Rücknahmen“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg Don Jordison, Chef der Immobiliensparte bei Columbia Threadneedle.

Doch inzwischen habe sich die Situation deutlich beruhigt. Daher solle der Rücknahestopp bei Columbia Threadneedle voraussichtlich am 26. September wieder aufgehoben werden, berichtet Bloomberg. Demnach habe die Fondsgesellschaft die Aussicht auf 25 Objektverkäufe zu Preisen, die lediglich etwa 1 Prozent unter den Bewertungen vor dem Referendum über den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs Ende Juni liegen.

Auch die Mitbewerber Aberdeen Asset Management und Canada Life nehmen wieder Anteile ihrer Fonds, die in britische Immobilien investieren, zurück. Allerdings verlangen sie dafür eine 3- beziehungsweise 7-prozentige Strafgebühr. Eine ähnliche Abgabe erheben auch M&G Investments, Standard Life Investments, Aviva Investors und Henderson. Legal & General, die ihren Immobilienfonds nicht geschlossen hatten, verzichtet inzwischen auf eine solche Gebühr.