Nach Einigung der Opec-Staaten Saudi-Arabien will Öl-Produktion noch stärker drosseln

Saudi-arabischer Ölkonzern Aramco | © Getty Images

Saudi-arabischer Ölkonzern Aramco Foto: Getty Images

Die erste Einigung der Organisation Erdöl exportierender Länder mit ihren Rivalen seit 2001 und die Äußerungen aus Saudi-Arabien zeigen, wie vehement die Ölproduzenten wieder die Kontrolle über den weltweiten Ölmarkt zurückerhalten wollen. Der Markt leidet unter einem anhaltenden Überangebot und rekordhohen Lagerbeständen.

"Das ist eine Schocktaktik von Saudi-Arabien", sagte Amrita Sen, Chefanalystin für Öl bei Energy Aspects Ltd. in London. "Das zeigt, wie stark sich Riad der Wiederherstellung des Marktgleichgewichts verpflichtet fühlt und sollte die Sorge aus der Welt räumen, ob die OPEC die Vereinbarung umsetzen wird."

Die Ölpreise sind um mehr als 15% gestiegen

Die Ölpreise sind seit der Ankündigung der OPEC vom 30. November, ihre Fördermenge erstmals in acht Jahren wieder zu verringern, um mehr als 15 Prozent gestiegen. Vergangene Woche lag der Brent-Ölpreis sogar wieder kurz über 55 Dollar je Barrel.

Riad hatte am 30. November mit der OPEC vereinbart, die eigene Förderung auf 10,06 Millionen Barrel am Tag zu begrenzen. Im Juli hatte die saudische Ölproduktion mit täglich knapp 10,7 Millionen Barrel ein Rekordhoch verzeichnet.

"Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass wir zum 1. Januar eine Kürzung vornehmen werden und beträchtlich unter das Niveau das Niveau kürzen werden, zu dem wir uns am 30. November verpflichtet haben", sagte der saudische Ölminister Khalid al-Falih nach dem Treffen am Samstag. Abhängig von der Marktlage sei er auch dazu bereit, unter die psychologische Grenze von 10 Millionen Barrel am Tag zu heben, fügte er an.