Nach Kleinanleger-Studie EU-Kommission knöpft sich Finanzvertrieb vor

EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker. DIe EU-Kommission will im Zuge der europäischen Kapitalmarktunion Verbrauchern den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern. | © Getty Images

EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker. DIe EU-Kommission will im Zuge der europäischen Kapitalmarktunion Verbrauchern den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern. Foto: Getty Images

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Die EU-Kommission lädt an diesem Freitag zu einer Anhörung ein: Es geht um den Finanzvertrieb. Im Zuge der anvisierten Kapitalmarktunion sollen europäische Privatanleger einen besseren Zugang zu Finanzanlageprodukte erhalten. Zu dem Thema hatte die EU-Kommission bereits im vergangenen Jahr eine Studie bei der Beratungsgesellschaft Deloitte in Auftrag gegeben.

Laut der Untersuchung, die der Börsen-Zeitung vorliegt, haben es europäische Verbraucher schwer, an unabhängige Finanzberatung zu kommen und sich einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Geldanlage zu verschaffen. Vor allen Dingen die Kosten für Finanzprodukte seien für Privatkunden oft schwer durchschaubar.

Die Deloitte-Studie wurde allerdings durchgeführt, bevor zu Jahresbeginn 2018 die Finanzmarktrichtlinie Mifid II und Ende Februar die Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD wirksam wurden. Beide Richtlinien haben unter anderem zum Ziel, Finanzprodukte transparenter zu machen. Wie wirksam sie die Informationslage für Privatkunden verändert haben, wird auf der Anhörung vermutlich wichtiges Thema sein.