Nachhaltige Investments Wasser sorgt für sprudelnde Erträge

Improvisierte Wasserversorgung in Puerto Rico nach Tropensturm Maria: Weltweit stehen Investments in bessere Wasser-Infrastruktur an. | © Getty Images

Improvisierte Wasserversorgung in Puerto Rico nach Tropensturm Maria: Weltweit stehen Investments in bessere Wasser-Infrastruktur an. Foto: Getty Images

Wie fragil die Wasser-Infrastruktur gegenwärtig ausfällt, zeigen nicht zuletzt die Folgen von Unwettern: So haben etwa die Tropenstürme Harvey, Irma und Maria erneut Tausende Menschen vom Trinkwasser abgeschnitten. Der Klimawandel ist aber nur ein Problem für die Trinkwasserversorgung weltweit.

Verunreinigung durch Abwasser, Giftstoffe oder Schwermetalle sind weitere. Schätzungen zufolge liegt die Zahl der Menschen weltweit, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, bei etwa 700 Millionen. Und für 2050 prognostizieren die Vereinten Nationen, dass weltweit rund 60 Länder mit 7 Milliarden Einwohnern unter akuter Wasserknappheit leiden werden.

Das Problem betrifft nicht nur Krisengebiete, sondern Schwellenländer und Industrienationen gleichermaßen. Aktuell sind daher weltweit hohe Investitionen in die Wasserinfrastruktur geplant: Chinas aktueller 5-Jahres-Plan etwa sieht vor, den Wasserverbrauch bis 2020 um 23 Prozent zu senken. In den Städten soll bis dahin 95 Prozent des Abwassers aufbereitet werden, in ländlichen Gebieten 85 Prozent. Die Volksrepublik plant, rund 330 Milliarden US-Dollar auszugeben, um das Thema Wasserverschmutzung anzugehen.

Es herrscht weltweiter Handlungsbedarf  

Asien ist natürlich besonders betroffen, denn wo etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung leben, finden sich nur etwa 36 Prozent der Süßwasser-Vorkommen. Doch auch die USA wollen bis 2030 rund 41 Billionen US-Dollar in Wasserkraftwerke, Staudämme und Entsalzungsanlagen investieren. Und auch in der britischen Hauptstadt London herrscht Handlungsbedarf, weil täglich 588 Millionen Liter Wasser in maroden Leitungen versickern. Regierungen und Institutionen wissen das und wollen Maßnahmen ergreifen, doch auch für private Investoren sind Wasserversorgung und -Infrastruktur ein interessantes Betätigungsfeld.

Viele Investoren haben diesem Thema bisher aber noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, oft weil sie glauben, dass das Anlageuniversum ausschließlich aus Versorgern besteht. In der Tat sind die Anlagemöglichkeiten aber deutlich breiter gefächert.

Neben den Versorgern umfasst der Wassersektor auch Infrastrukturunternehmen, Technologieunternehmen für Pumpen und Leitungen, Wasseraufbereiter, Anbieter von Filtersystemen sowie von Brauchwassernutzungs- und Entsalzungsanlagen. Dazu kommen noch Firmen, die Lecks orten und Durchflüsse messen, aber auch Unternehmen, die im Wasserschutz tätig sind. Zum Beispiel umfasst das Anlageuniversum des SRI-Fonds Parvest Aqua von BNP Paribas Asset Management 260 Unternehmen mit einer Börsenkapitalisierung von insgesamt 750 Milliarden Euro.