Nachhaltiges Investieren Robeco schließt Investments in die Tabakindustrie aus

Peter Ferket, Investment-Chef bei Robeco: „Die Zeit ist reif für den Ausschluss der Tabakindustrie aus unserem Anlageuniversum.“

Peter Ferket, Investment-Chef bei Robeco: „Die Zeit ist reif für den Ausschluss der Tabakindustrie aus unserem Anlageuniversum.“

Bislang schloss Robeco die Tabakindustrie lediglich in Sustainability-Produkten aus. Nun wird der Ausschluss auf die gesamte Publikumsfondspalette ausgedehnt. Dies betrifft auch Fonds, die von sogenannten Sub-Advisorn verwaltet werden. Portfolios, die exklusiv für einen Investor verwaltet werden, und Managementmandate sind von dieser Maßnahme nicht betroffen.

Tabakindustrie wird zunehmend als sozial nachteilig betrachtet

Bereits vergangenes Jahr schloss der UN Global Compact Tabakfirmen von der Teilnahme an seiner Initiative aus. Auch wenn Robeco betont, seine Verantwortung als Aktionär sehr ernst zu nehmen und aktiv auf Unternehmen, in die investiert wird, zuzugehen, wird im Fall der Tabakindustrie dieser Dialog nach Überzeugung von Robeco nicht zu einer fundamentalen Veränderung innerhalb der betreffenden Gesellschaften führen. Deshalb ist ein Investment in den Tabaksektor für Robeco nicht mehr länger vereinbar mit der Selbstverpflichtung im Hinblick auf SI.

Die Zeit ist reif für einen Ausschluss

„Robeco setzte sich bereits in den neunziger Jahren an die Spitze der Entwicklung im Bereich SI und betrachtet Nachhaltigkeit als langfristige Kraft, welche die Märkte verändert – durch Verhaltensveränderung ganzer Länder beziehungsweise der Politik, genauso wie Veränderungen innerhalb von Unternehmen“, kommentiert Peter Ferket, Head of Investments bei Robeco. „Angesichts der erheblichen internationalen Bedenken bezüglich der Risiken, die Tabak mit sich bringt, und vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen, wie der Entscheidung des UN Global Compact, denken wir, dass die Zeit reif ist für den Ausschluss der Tabakindustrie aus unserem Anlageuniversum.“

Der Ausschluss betrifft alle gelisteten Firmen, die in die Produktion von Tabak involviert sind oder wichtige Komponenten von Zigaretten liefern. Der angestoßene Prozess für den Ausschluss von Tabakfirmen wird gegen Ende des dritten Quartals 2018 abgeschlossen sein.