Robo-Advisor im Vergleich Ähnliche Rendite trotz unterschiedlicher Strategien

Kursverlauf: Die Handelsaktivitäten der Robo-Advisor unterscheiden sich erheblich.  | © Pexels

Kursverlauf: Die Handelsaktivitäten der Robo-Advisor unterscheiden sich erheblich. Foto: Pexels

Der Vergleich von elf Robo-Advisorn und ihrem Vorgehen 2017 zeigt, wie unterschiedlich diese handeln: einige gar nicht, andere bis zu 153-mal. Im Durchschnitt haben die Online-Vermögensverwalter nach Angaben des Online-Portals Brokervergleich.de 38-mal umgeschichtet.

Entweder jeden zweiten Tag gehandelt oder gar nicht

Besonders extrem war einerseits Whitebox mit insgesamt 153 Eingriffen, andererseits Ginmon, das überhaupt nicht handelte. Die 2017er Renditen ähneln sich dennoch: Whitebox erreicht 4,7 Prozent, Ginmon 4,3 Prozent. Besser war laut der Erhebung lediglich die Sutorbank, die mit 43 Umschichtungen 5,5 Prozent erzielte. Überdurchschnittlich aktiv waren 2017 auch Investify (73) und Scalable Capital (81). In Summe waren die elf Anbieter 426 Mal aktiv. Nicht addiert sind Anteilsverkäufe, die zum Zweck der Gebührenerhebung und zum Saldenausgleich durchgeführt wurden.

Ein Blick auf die Zusammensetzung der Depots zeige, dass die beiden letztgenannten Online-Vermögensverwaltungen gemeinsam mit Whitebox die höchste Anzahl an unterschiedlichen Positionen in den Depots hätten, sagt André Salzwedel von Brokervergleich.de: „Dass komplexere Portfolios mehr Aktivität erfordern, lässt sich indes nicht unbedingt erkennen. Viel mehr spiegelt der Aktivitätsindex unterschiedliche Strategien der Anbieter wider.“ Mitunter lasse sich neben Reaktionen auf Marktgeschehnisse eine gewisse Regelmäßigkeit erkennen, in der Käufe und Verkäufe stattfinden.