Natixis-Studie Institutionelle befürchten 2016 weltweite Turbulenzen

Jörg Knaf ist Executive Managing Director für DACH Countries bei Natixis Global AM.

Jörg Knaf ist Executive Managing Director für DACH Countries bei Natixis Global AM.

// //

Die von Natixis Global Asset Management veröffentlichte globale Umfrage zeigt, dass institutionelle Investoren im Jahre 2016 eine sehr gute Entwicklung von Aktien erwarten. Der Studie zufolge rechnen die Anleger weltweit mit politischen Belastungen, die Wertschwankungen auslösen dürften. Auch ein sich veränderndes Zinsumfeld könnte dies zur Folge haben. Deshalb streben die Investoren eine breitere Diversifikation an und lenken einen größeren Teil ihrer Portfolios in alternative Anlagen.

Natixis hat weltweit 660 institutionelle Investoren nach ihren Einschätzungen für das kommende Jahr sowie ihren Plänen für die Asset Allocation gefragt. Im Folgenden die Ergebnisse der Studie:

  • In Aktien werden große Hoffnungen gesetzt: Die institutionellen Investoren gehen davon aus, dass sich Aktien im nächsten Jahr besser als jede andere Anlagekategorie entwickeln werden. Dabei dürften sich die globalen Aktienmärkte besser entwickeln als US- und Schwellenländeraktien.
  • Verstärkter Einsatz nicht-korrelierter Anlagen: Im kommenden Jahr werden die meisten institutionellen Investoren ihre Positionen in nicht-korrelierten Anlagen beibehalten oder sogar aufstocken. In diesem Zusammenhang werden 50 Prozent ihre Private Equity-Engagements erhöhen, während 45 Prozent verstärkt auf Private Debt-Investments setzen werden. Parallel dazu werden 41 Prozent ihre Allokationen in Hedgefonds aufstocken und 34 Prozent in Hard Assets wie etwa Immobilien zukaufen. Über die Hälfte der Befragten (56 Prozent) geht davon aus, dass sich ihre Positionen in alternativen Anlagen 2016 besser entwickeln werden als in diesem Jahr.
  • Weniger Anleiheninvestments: Im Durchschnitt halten institutionelle Investoren derzeit 28 Prozent ihrer Portfolios in festverzinslichen Wertpapieren. Für das nächste Jahr planen 42 Prozent der Institutionellen ihre Investments in Anleihen zu reduzieren. Damit geht die Gewichtung in dieser Anlageklasse so stark zurück wie in keiner anderen. Nur 16 Prozent der institutionellen Investoren beabsichtigen eine Anhebung ihrer Anleiheallokationen.
  • Die bedeutendsten Quellen für Wertschwankungen: Über die Hälfte (54 Prozent) der Institutionellen rechnet damit, dass vor allem das politische Umfeld weltweit im nächsten Jahr für Wertschwankungen an den Märkten sorgen wird. Als weitere Risiken für die Märkte nennen die Investoren konjunkturelle Schwierigkeiten in China (49 Prozent), weltweit unterschiedliche geldmarktpolitische Ansätze (47 Prozent) sowie Veränderungen des Zinsniveaus (46 Prozent).
  • Risiken für die Investmentperformance: Nach Einschätzung der institutionellen Investoren stellt die Volatilität am Markt im kommenden Jahr die größte Gefahr für ihre Investmentperformance dar, gefolgt von einem lediglich schleppenden Wirtschaftswachstum und Bedenken bezüglich der zukünftigen Geldmarktpolitik.