Studie: Maklervertrieb trotz Krise zuversichtlich
Die meisten Versicherungs- und Finanzmakler in Deutschland sind überzeugt, in der Krise vergleichsweise deutlich besser bestehen zu können als ihre Vertriebskonkurrenten sowie die Produktgeber. Nahezu die Hälfte der Makler erwartet für 2009 im Vergleich zum Vorjahr ein moderates Wachstum sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft.
Dies zeigt die aktuelle Ausgabe des vierteljährlichen „Makler-Absatzbarometer" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics zur allgemeinen Absatzentwicklung und dem Schwerpunktthema „Auswirkungen der Finanzkrise im Maklervertrieb“. Bundesweit wurden dazu mehr als 200 hauptberufliche Versicherungs- und Finanzmakler aus großen und kleineren Maklerbüros zu aktuellen und künftigen Marktentwicklungen befragt.
Sicherheit ist Trumpf
Ergebnis: Auf Kundenseite beobachten die Makler ein deutlich verstärktes Sicherheitsbedürfnis: Zwei Drittel der Nachfrager erkundigen sich häufiger als noch vor Beginn der Finanzkrise nach der Sicherheit bestehender Verträge sowie der Bonität der Produktgeber. Zudem spielen Fragen nach der Ertragssituation und den Möglichkeiten der Umschichtung eine stärkere Rolle als üblich. Eine regelrechte „Kündigungswelle“ droht der Branche aus Maklersicht aber nicht: Lediglich jeder fünfte Vermittler gibt an, dass die Kunden sich häufiger nach den Stornobedingungen erkundigen. Gleichzeitig scheut sich derzeit aber jeder vierte Kunde vor dem Abschluss längerfristiger Verträge.
Ein Drittel der Makler will den negativen Auswirkungen der Finanzkrise mit einem erhöhtem Marketingaufwand und einer verstärkten Informations- und Aufklärungsarbeit begegnen. Im Umgang mit den besorgten Kunden fühlt sich allerdings jeder Zweite von den Versicherern eher im Stich gelassen. Erwartet werden vor allem eine größere Offenheit und Transparenz hinsichtlich der wirtschaftlichen Gesamtsituation der Unternehmen sowie entsprechendes Informationsmaterial, das auch in der unmittelbaren Kundenkommunikation eingesetzt werden kann. Gleichwohl wird der Versicherungswirtschaft als Ganzes eine deutlich stabilere Lage in der Krise als den Banken zugesprochen.
„Sicherheit ist derzeit das beherrschende Thema im Markt. Nur wer seinen Kunden das notwendige Vertrauen vermitteln kann, stößt überhaupt auf offene Ohren. Gerade jetzt zahlen sich der Aufbau stabiler persönlicher Kundenbeziehungen sowie eine überzeugende, mit den Vertriebspartnern abgestimmte Kommunikation unmittelbar aus“, erläutert Studienleiter Gunter Ellers.


























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