BVK beklagt ministerielle Ohrfeige für Vermittler
Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) zeigt sich empört über die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erstellte und von der Bundesregierung herausgegebene Broschüre „Checkheft Altersvorsorge – Der Verbraucherleitfaden zum passgenauen Vertragsabschluss“.
In dieser Broschüre werde, so der BVK, durch die Aussage „die finanziellen Anreize der Anbieter dürften nicht wenige Vermittler bei ihren Produktempfehlungen beeinflussen“ der ganze Berufsstand der Versicherungskaufleute mit der Unterstellung diffamiert, dass er Produkte allein abhängig von der Höhe seiner Provisionen und nicht im Kundeninteresse vermittelt.
„Diese Unterstellung ist einmalig und stellt eine Herabwürdigung der Versicherungskaufleute dar“, konstatiert BVK-Präsident Michael H. Heinz. Die Broschüre ignoriere zudem in ihrem „rufschädigenden Charakter“ die Tatsache, dass die meisten deutschen Versicherungsvermittler Ausschließlichkeitsvertreter sind, die lediglich Produkte eines Versicherungsunternehmens anbieten. Daher, so der BVK-Präsident weiter, hätten diese Versicherungskaufleute gar keine Möglichkeiten, nach der Höhe der Provisionen unterschiedlicher Unternehmen Produkte zu vermitteln.
Der Verband, der rund 40.000 Versicherungskaufleute repräsentiert, sieht es zudem als ein Nachkarten seitens des Ministeriums, dass das „Checkheft Altersvorsorge“ eine Offenlegung von Provisionssätzen propagiert. Denn das Veröffentlichen von Provisionen habe im Gesetzgebungsverfahren zur Novellierung des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) bereits im Jahr 2005 keine Mehrheit erhalten.
Gerade das VVG und die mit ihm eingeführte Informationspflichtenverordnung gewährleisteten nach Ansicht des BVK umfangreiche Beratungs- und Dokumentationspflichten, die Versicherungsvermittler in ihrem täglichen Kundenkontakt aufbringen. Der BVK schätzt, dass diese neue Verordnung allein die Versicherungsvermittler jedes Jahr mit über einer halben Milliarde Euro belastet. „Von provisionsgesteuerter Vermittlung kann deshalb überhaupt keine Rede sein“, so BVK-Präsident Heinz.
Zum „Checkheft Altersvorsorge“ des BMAS


























ich kann nicht wirklich nachvollziehen, was Sie als Vorsitzenden des BVKs so aufregt? Die Vergangenheit zeigt, dass die AO lieber einen schlecht sitzenden Anzug aus eigenem Haus verkauft als gar keinen bzw. zu akzeptieren, dass es auch Beratungen ohne Produktverkauf geben soll.
Strukturvertriebe werden überwiegend durch Provisionshöhe für den Berater und Overhaed-Provisionen für das Unternehmen "getrieben" - Kundeninteresse - oftmals Fehlanzeige!
Auch Makler können hiervon ein Lied sinden!
Es wird also Zeit, dass auch in dieser Branche die Ära der "Insel der Glücksehligkeit" für die Anbieterseite endlich vorbei ist und die Kunden ernst gemeint in den Mittelpunkt rücken! Und dies nicht, um dort im Wege zustehen oder beiseite geschoben zu werden!!
Wenn hierzu die ersten hoffnungsfrohen und sinnvollen Schritte des BMAS noch zögerlich und vielleicht hier und da auch noch nicht vollständig sowie ausgewogen genug sind, dann ist das alles allemal wesentlich besser, als die Vernebelungstaktiken und Inaktivitäten des GDV und BVK - sie hatten Jahrzehnte Zeit genug, um zu beweisen, was sie von Kundenorientierung halten! Es kam nicht viel und schon gar nichts gegen eigene Interessen und jetzt kümmern sich halt andere darum - endlich! Das tut hier und da weh, gut so - weiter so!
Michael Deising
Finanz- und Versicherungsmakler
Vertrauen - Kompetenz - Glaubwürdigkeit
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