Pools - Fusion oder Nische?
Maklerpools am Scheideweg: Mehraufwand durch VVG-Reform, erhöhte Haftungsrisiken für Falschberatung – viele Einzelmakler können ihren Job künftig nicht mehr ohne Partner bewältigen. Welche Strategien die Pools fahren und was die Makler erwarten.
Renommierte Pool-Player formieren sich neu, gehen Kooperationen ein, fusionieren oder holen sich potente Versicherer als Gesellschafter mit ins Boot. Auf der anderen Seite begrenzen neue Zulassungsregeln und Qualifikationsanforderungen den Maklerzuwachs. Dies fordert Tribut: „Ende 2009 dürften 20 bis 30 Prozent weniger Makler am Markt sein als noch zu Anfang 2007“, schätzt Karsten Dümmler, Geschäftsführer Netfonds. Das Vermittlerregister listet (Stand April 2009) rund 37.000 Versicherungsmakler inklusive Untermakler (DAS INVESTMENT.com berichtete).
Klar ist: Der Pool-Markt ist im Umbruch. Maklerpools am Scheideweg: Mehraufwand durch VVG-Reform, erhöhte Haftungsrisiken für Falschberatung – viele Einzelmakler können ihren Job künftig nicht mehr ohne Partner bewältigen. Welche Strategien die Pools fahren und was die Makler erwarten In Deutschland existieren derzeit noch mehr als 60 Pools und Servicegesellschaften, nur wenige unter ihnen erwirtschaften über 10 Millionen Euro an Provisionserlösen.
Die Marktforscher von You Gov Psychonomics haben erstmals zwei Dutzend Pools, darunter viele etablierte Größen der Branche, unter die Lupe genommen (siehe Interview mit Studienleiter Axel Stempel). Ein Ergebnis: 81 Prozent aller deutschen Finanz- und Versicherungsmakler haben im vergangenen Jahr mit Maklerpools zusammengearbeitet.
Je mehr Anbindungen, desto besser?
Exklusivität ist dabei alles andere als die Regel: Im Schnitt haben Makler zu 2,7 Pools eine aktive Geschäftsbeziehung und stehen darüber hinaus weiterhin direkt mit Versicherungsgesellschaften in Kontakt (siehe Grafik).
Lediglich jeder fünfte Makler mit Poolanbindung arbeitet exklusiv mit einem Pool zusammen, knapp jeder zweite (46 Prozent) dagegen mit mindestens drei Pools. In Einzelfällen bestehen gar bis zu 10 verschiedene Anbindungen. Doch lediglich 15 Prozent des gesamten Umsatzes deutscher Finanz- und Versicherungsmakler wird laut der Untersuchung aktuell über Maklerpools realisiert.


























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