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29.06.2009 18:30
Rubrik: Berater

Großbritannien will Berater-Provisionen abschaffen

Quelle: Fotolia

Die britische Finanzmarktaufsicht FSA plant das Verbot von Provisionen für Fonds und Versicherungen innerhalb der nächsten drei Jahre.

Die britische Finanzaufsicht Financial Services Authority (FSA) will die Finanzvermittler-Branche radikal umbauen. Laut einer Meldung der "Financial Times Deutschland"sollen britische Finanzvermittler künftig keine Provisionen mehr von Fondsgesellschaften oder Versicherungsgesellschaften erhalten dürfen. Dies hat die FSA auf ihrer Internetseite bekanntgegeben. Stattdessen sollen die Tätigkeiten der „Independant Financial Advisors“ (IFA) zwischen ihnen und dem Anlegern vergütet werden. Dies soll bis spätestens 2012 erreicht werden.

Mit dieser Vorordnung würde die britische Finanzaufsicht die Honorarberatung praktisch zum Standard erheben. Mit der Maßnahme wollen die Aufseher verhindern, dass sich Berater bei der Auswahl der Produkte vor allem an der Höhe der Provision orientieren. Sie wollen sicherstellen, dass die Berater bei ihren Empfehlungen nicht mehr so stark von den Produktanbietern beeinflusst werden. Die FSA will die Pläne binnen drei Jahren umsetzen.

In Großbritannien sind den Angaben zufolge rund 35.000 unabhängige Finanzvermittler tätig; laut Schätzungen arbeiten davon rund 80 Prozent ausschließlich auf Provisionsbasis und finanzieren ihre Beratungsdienstleistung mithilfe der Anbieter der Produkte, die sie vertreiben. Etwa weitere 50.000 Finanzintermediäre arbeiten als gebundene Vermittler für eine bestimmte Bank oder Versicherung. Ihr Einkommen ist ebenfalls provisionsabhängig.

Von: Oliver Lepold

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Daniel Harker, 04-07-09 11:10:
Das ist ja das, was die kontinentalen Finanzonanierer angeblich immer schon gemacht haben: vom Kunden den Auftrag erhalten, ihnen eine Versicherung zu verschaffen, und die Provision dann unbürokratisch und bequem von der Versicherung erhalten.

Wenn das in England tatsächlich so üblich wird, dass der Kunde vorher beauftragen, bestätigen und bezahlen muss, wird das Finanzonanierergeschäft wohl ziemlich den Bach runter gehen. Denn wer zahlt schon mehrere tausend Euro dafür, dass er für lange Zeit weniger Geld zum Ausgeben hat und nicht weiß, wie viel er davon wieder sieht? Da zeigen die Kunden den Finanzonanierern maximal den Vogel.

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