MEG-Übernahme durch Aragon: „Vertriebe müssen leistungsorientiert arbeiten“
Der Wiesbadener Finanzvertrieb Aragon AG hat den angeschlagenen PKV-Spezialvertrieb MEG AG komplett übernommen. Warum der zurückgetretene Vorstandschef und Unternehmensgründer Mehmet E. Göker trotzdem im Unternehmen bleiben und den Vertrieb verantworten wird und was Aragon mit MEG vor hat, erklärt Aragon-Finanzchef Ralph Konrad im Gespräch mit DAS INVESTMENT.com.
DAS INVESTMENT.com: Was war der Grund für die MEG-Übernahme?
Ralph Konrad: Wir wollen den Geschäftsbereich Financial Consulting, also Vermittlung von Finanzprodukten an Privatkunden, ausbauen. MEG als strukturierter Vertrieb in der passenden Größenordnung eignet sich dafür hervorragend. Wir rechnen damit, dass MEG dieses Jahr auf einen Umsatz von 70 Millionen Euro kommt. Damit können wir den Konzernumsatz im nächsten, spätestens im übernächsten Geschäftsjahr auf 200 Millionen Euro steigern.
DAS INVESTMENT.com: Und was hat Sie das Unternehmen gekostet?
Konrad: Der Kaufpreis beläuft sich auf mehrere Millionen Euro.
DAS INVESTMENT.com: Stimmt es, dass MEG die größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte von Aragon war?
Konrad: Ja. Das bezieht sich aber nicht auf den Kaufpreis – wir hatten auch schon mal mehr für ein Unternehmen bezahlt – sondern auf die Unternehmensgröße.
DAS INVESTMENT.com: MEG-Vorstandschef Mehmet Göker, der zuvor zurücktrat, ist nun wieder als Vertriebsleiter mit an Bord. War es eine Übernahme-Bedingung?
Konrad: Nicht seitens Mehmet Göker. Es war für uns extrem wichtig, dass der Unternehmensgründer und Ex-Vorstandschef an Bord bleibt. Schließlich hat er das Unternehmen sehr erfolgreich aufgebaut: Eine Umsatzsteigerung von 0 auf 70 Millionen Euro in fünf Jahren ist eine ehrenwerte Leistung. Allerdings bleibt Herr Göker nicht als Vorstand, sondern lediglich in beratender Funktion im Unternehmen.
DAS INVESTMENT.com: Sind personelle Veränderungen im MEG-Vorstand geplant?
Konrad: Geplant ist noch gar nichts. Allerdings wird es intensive Gespräche mit den MEG-Führungskräften geben. Schließlich steckt das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten. Daher müssen wir die Kostenstruktur anpassen, was nicht ohne personelle Veränderungen geht. Jedoch wollen wir nicht mit dem Vorschlaghammer durch die Firma gehen.


























Diese Seifenblase mußte mal platzen und viele qualifizierte Vertriebler sind längst abgesprungen.
Höchstens Sachgeschäft und keine Expansion mehr möglich, m.E.
Mal abgesehen davon, muss man sich als ordentlicher Kaufmann schon sehr wundern, welche Zahlen sowohl seitens MEG als auch seitens der ABL-Gruppe verbreitet werden. Von den angeblichen in den letzten Jahren erwirtschafteten Umsatzzahlen ist die MEG nämlich laut offizieller Bilanz Lichtjahre entfernt! Vor dem Hintergrund, dass es sich bei der ABL-Tochter ARAGON um ein börsennotiertes Unternehmen handelt, eine bedenkliche Informationspolitik.
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