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05.07.2010 12:41
Rubrik: Berater

Tod auf Mallorca: Hedgefonds-Betrüger erschießt sich

Malerische Felsküste von Mallorca;
Foto: Getty Images

Dieter Frerichs, mutmaßlicher Komplize des Skandalfonds-Managers Helmut Kiener ist tot. Nach Behördenangaben soll sich der 72-jährige erschossen haben, als die Polizei ihn in seiner Villa auf Mallorca festnehmen wollte. Frerichs Familie hingegen erhebt schwere Vorwürfe gegen die Beamten.

Als die Beamten am Samstag in seiner Villa erschienen, ergriff Frerichs die Flucht. Nach Polizeiangaben sprang der 72-Jährige von einem Felsvorsprung ins Meer – mit einer Pistole in der Hand. Aus dieser feuerte er dann mehrere Schüsse in die Luft und erschoss sich anschließend selbst.

Eine andere Version bietet Frerichs Stieftochter Fiona Ferrer, die zum Tatzeitpunkt ebenfalls im Haus war. Das bekannte spanische Model und Fernsehmoderatorin wirft der Polizei vor, ihren Stiefvater erschossen zu haben. Darüber hinaus erklärte Ferrer, dass Frerichs die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets bestritten habe.

###BOX_15###

Die spanische Polizei untersucht nun die Waffen der Beamten, die an der Festnahme beteiligt waren. Gleichzeitig wird der Leichnam Frerichs in Palma obduziert. Wie die mallorquinische „Comprendes-Mallorca.de“ berichtet, soll die Pistole des 72-Jährigen verschwunden sein. „Taucher suchten stundenlang vergeblich den Tatort ab“, so die Online-Zeitung.

Frerichs, der von Mallorca aus die Anlagegesellschaften K1 Global Limited
und K1 Invest Limited des mutmaßlichen Kapitalanlagebetrügers Helmut Kiener
leitete, ist im April in Spanien festgenommen worden. Nach rund drei Wochen Untersuchungshaft konnte er gegen Auflagen vorübergehend in seine Villa in Sant Agustí, einem Viertel von Palma de Mallorca zurückkehren. Am Wochenende sollte der 72-Jährige erneut verhaftet und nach Deutschland überführt werden.

Frerichs Chef Helmut Kiener sitzt seit Ende Oktober wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue in Untersuchungshaft. Zusammen mit Frerichs und David Zündorf, der die Schweizer K1-Administrators Treukapital leitete, soll Kiener Anleger um bis zu 300 Millionen Euro betrogen haben.

Aufmerksamer Leser, 05-07-10 14:03:
Tod auf Mallorca: Hedgefonds-Betrüger erschießt sich

Meine Meinung: "BRAVO, vorbildlich!";
das sollte für alle Betrüger in Politik und Wirtschaft zur Pflicht gemacht werden!
Außerdem sollte deren gesamtes Vermögen eingezogen werden zugunsten der betrogenen Anleger.
monique , 06-07-10 17:16:
Was solls - er hat über 70 Jahre super gelebt. Mit ihm seine frauen, etc. etc. Das gesamte Vermögen wird wohl nicht aufzufinden sein. Die betrogenen Anleger waren halt auch so gierig wie die Betrüger, die ihnen die tollen Geldanlagen ermöglicht haben.
Suzann , 28-07-10 11:00:
Die Autorin sollte richtig recherchieren. Nicht D.Zündorf sondern Kiener und Frerichs sollen betrogen und die Anleger übers Ohr gehauen haben. Urteile sind bisher nicht gesprochen, es ist noch nicht einmal Anklage erhoben. Solange gilt für alle in U-Haft sitzenden die Unschuldsvermutung.

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