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20.11.2009 12:06
Rubrik: Berater

Comdirect Bank gibt Provisionen weiter

Michael Mandel, Comdirect Bank

Die Comdirekt Bank startet mit einem neuen Beratungsangebot für Privatkunden, das den Anspruch verfolgt, „mehr als Honorarberatung“ zu liefern.

Das neue Servicenangebot der Commerzbank-Tochter nennt sich „Anlageberatung Plus“ und sieht eine individuelle, anbieterunabhängige und systembasierte Beratung zu Wertpapierinvestments vor. Die Kosten werden offengelegt, Vertriebsprovisionen an die Kunden weitergeleitet. Dies hatte die Direktbank bereits im Oktober anläßlich der Veröffentlichung von Quartalszahlen verkündet.

„Anlageberatung Plus ist mehr als Honorarberatung“, sagt Michael Mandel, Vorstandsvorsitzender der Comdirect Bank. Demnach entwickeln die Bankberater entwickeln die Anlagestrategie in einem telefonischen Erstgespräch. Berücksichtigt werden unter anderem Kenntnisse, Erfahrung und die Risikobereitschaft des Anlegers. Darauf aufbauend erfolgen die Portfolioanalyse und die fortlaufende Beratung mit konkreten Anlagevorschlägen.

###BOX_15###

Keine Zertifikate im Portfolio

Das Beraterteam steht börsentäglich von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung. Die Direktbank berät zu rund 3.000 Produkten. Der Schwerpunkt dabei liegt auf Fonds, ETF-Indexfonds, Aktien sowie Renten. Zertifikate oder Optionsscheine werden nicht angeboten.

„Anlageberatung Plus“ kostet Kunden monatlich 0,05 Prozent des durchschnittlichen Anlagevolumens, mindestens jedoch 24,90 Euro. Hinzu kommen Transaktionsgebühren. Die anfallenden Vertriebsprovisionen für den Kauf von Produkten werden dem Kunden quartalsweise gutgeschrieben, Ausgabeaufschläge für Fonds fallen nicht an.

Weitere Informationen

Von: Oliver Lepold

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Max Million, 20-11-09 14:12:
Honorarberatung und Zertifikate müssen sich doch nicht zwangsläufig ausschließen. Gute Beratung fängt doch gerade dort an, wo der Kunde genau das versteht, was er da kauft und mit den Finanzinstrumenten umzugehen weiß. Skeptiker werden einem nun wieder die Lehman-Oma vorhalten. Es gibt aber doch eine ganze Reihe Zertifikate, die relativ einfach, transparent und auch ein verbessertes Chance-Risiko-Verhältnis haben. Discounter oder Bonuszertifikate z.B.. Das alles nun zu verteufeln, weil der unwahrscheinliche Fall einer Bankenpleite eingetreten ist, halte ich für nicht korrekt. Richtig ist der Vorwurf, dass Zertifikate generell auf den Prüfstand gehören, weil es Exzesse in exotischen Konstruktionen gegeben hat. Gleiches erleben wir jetzt aber auch mit den angeblich transparenten ETF-Produkten. Hier wird aber die Finanzindustrie marktbedingt zu ihren Wurzeln zurückkehren und wieder "einfache" Lösungen für Endkunden bieten.

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