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24.02.2010 11:28
Rubrik: Berater

MLP auf Sparflamme: 11 Prozent weniger Erlöse

Uwe Schroeder-Wildberg, MLP

Das vorläufige Ergebnis liegt vor. Viele Kennzahlen des börsennotierten Finanzvertriebs MLP lagen im Jahr 2009 trotz eines umfassenden Sparprogramms unter denen des Vorjahres.

Im Jahr 2009 hat MLP Gesamterlöse in Höhe von 532,1 Millionen Euro erzielt. Im Jahr zuvor waren es 595,2 Millionen Euro, insofern steht ein Rückgang in Höhe von 11 Prozent zu Buche.

Die Aufteilung der Provisionserlöse zeigt laut MLP eine „deutliche Zurückhaltung vieler Kunden bei lang laufenden Verträgen und bei kapitalmarktnahen Anlagen.“ So fielen die Erlöse aus der Altersvorsorge um 10 Prozent auf 311,1 Millionen Euro. Auch im Vermögensmanagement wurde mit 71,6 Millionen Euro 13 Prozent deutlich weniger erzielt. Die Erlöse in der Sachversicherung stiegen hingegen um 15 Prozent auf 26,5 Millionen Euro (23,1 Millionen Euro).

Das EBIT lag im Jahr 2009 bei 42,2 Millionen Euro (2008: 56,2 Millionen Euro). Darin enthalten sind unter anderem Sonderausgaben in Höhe von 3 Millionen Euro, die im ersten Halbjahr als Folge der unerwünschten Beteiligung von Swiss Life für „kapitalmarktrelevante Beratungsleistungen“ angefallen sind.

Auch in der Altersvorsorge war das durch die so genannte Riester-Treppe geprägte Ergebnis unerreichbar. Hier vermittelte MLP 2009 eine Beitragssumme von 5,1 Milliarden Euro, nachdem 2008 noch 6,6 Milliarden Euro erreicht wurden. Der Neugeschäftsanteil der betrieblichen Altersversorgung stieg dabei von 8 auf 10 Prozent.

Sparkurs geht weiter

Zum 31. Dezember betrug die Eigenkapitalquote 28 Prozent, die liquiden Mittel lagen bei 209 Millionen Euro. „Im gesamten Jahr 2009 haben wir unter deutlich verschärften Marktbedingungen agiert – sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft“, sagt Uwe Schroeder-Wildberg. „Wir haben aber die gegebenen Chancen genutzt und ernten zugleich die Früchte unseres straffen Kostenmanagements.“

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Denn gespart wurde zwangsläufig kräftig: MLP hat seine Fixkosten im Jahr 2009 um insgesamt 28,7 Millionen Euro gesenkt – geplant waren zunächst nur 24 Millionen Euro. So soll es weitergehen: Die Fixkosten im Jahr 2010 sollen um weitere 10 Millionen Euro gesenkt werden. Nach Ausklingen der Finanz- und Wirtschaftskrise will man dann „wieder zu alter Ertragsstärke zurückfinden.“

Weitere Kennzahlen: 34.500 Neukunden entschieden sich im Jahr 2009 für MLP, 10.500 davon allein im vierten Quartal. Die Beraterzahl stieg zu Ende 2009 leicht auf 2.383. Das Unternehmen gibt eine Cross-Selling-Quote von 7,5 Verträgen pro Kunde an.

MLP veröffentlicht den Geschäftsbericht am 25. März 2010.

Von: Oliver Lepold

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