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23.02.2011 10:17
Rubrik: Berater

MLP macht weniger Umsatz mit Altersvorsorge

Uwe Schroeder-Wildberg, MLP

MLP hat die Geschäftszahlen für 2010 vorgelegt. Während die Gesamterlöse sanken und die Provisionserlöse stagnierten, legte der Vertriebskonzern dank umfangreicher Kosteneinsparungen beim Gewinn zu.

Die MLP-Gesamterlöse gingen im Geschäftsjahr 2010 leicht um 2 Prozent auf 522,6 Millionen Euro (2009: 532,1 Millionen Euro) zurück. Grund dafür waren nach Unternehmensangaben vor allem niedrigere Erlöse aus dem Zinsgeschäft. Dort wurden 25,2 Millionen Euro erzielt, 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Provisionserlöse stagnierten bei 472,2 Millionen Euro (472,4 Millionen Euro).

Dabei profitierte MLP vor allem von der Stärkung des Vermögensmanagements in den vergangenen Jahren: Nach einem Anstieg der Erlöse um 10 Prozent auf 78,5 Millionen Euro (2009: 71,6 Millionen Euro) macht dieses Geschäftsfeld mittlerweile 17 Prozent der Provisionserlöse aus.

Deutliche Zuwächse weist auch die Krankenversicherung aus: Hier nahmen die Erlöse um 32 Prozent auf 61,3 Millionen Euro (46,5 Millionen Euro) zu. Die Erlöse aus der Sachversicherung stiegen um 5 Prozent auf 27,9 Millionen Euro.

Nachwehen der Finanzkrise


„MLP hat sich 2010 gut geschlagen. Wir haben deutliche Akzente gesetzt, obwohl die Rahmenbedingungen in der Altersvorsorge schwierig waren“, sagt Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg. Denn dort musste MLP rückläufige Zahlen vermelden. Erlöse in Höhe von 288,3 Millionen Euro im Segment Altersvorsorge bedeuten einen Rückgang in Höhe von 7 Prozent (2009: 311,1 Millionen Euro).

Die Zurückhaltung der Kunden erklärt MLP mit Unsicherheiten im Anschluss an die Finanzkrise und durch aktuelle Diskussionen beispielsweise um Staatsverschuldung, Inflation und die bevorstehende Garantiezinsabsenkung bei Lebens- und Rentenversicherungen.

Sparprogramm greift

Der Konzernüberschuss stieg um 41 Prozent auf 34,1 Millionen Euro, was nicht zuletzt dem bereits 2009 eingeführten umfangreichen Kosteneinsparprogramm zu verdanken ist. Der Konzern senkte seine Fixkosten 2010 um 16,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 11 Prozent auf 47,0 Millionen Euro (42,2 Millionen Euro), die EBIT-Marge legte auf 9,0 Prozent (7,9 Prozent) zu. Der Überschuss aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg um 25 Prozent von 27,2 auf 34,1 Millionen Euro.

MLP plant eine Erhöhung der Dividende um 20 Prozent auf 30 Cent pro Aktie. Damit würden 95 Prozent des Überschusses aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen ausgeschüttet.

Ende 2010 verfügte MLP über 2.273 Berater für die Betreuung von rund 774.500 Kunden. Die Beraterzahl ging um knapp 2 Prozent im Vergleich zu September 2009 zurück.

>> Zu den MLP-Zahlen

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