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13.12.2011 17:33
Rubrik: Berater

Umfrage: Honorarberater noch mit geringem Organisationsgrad

Volker Britt, Honorar-Konzept

Rund 100 Honorarberater haben Auskunft über ihr Geschäftsmodell gegeben. Ergebnis: Den typischen Honorarberater gibt es nicht, der kurz vor der Regulierung stehende Beratungszweig ist von Kundenklientel und Qualifikationsstandard extrem stark segmentiert.

Die Professor Weber GmbH hat 101 Honorarberater, die sich selbst als solche bezeichnen, befragt. Es kristallisierten sich deutlich zwei Segmente heraus: Ein Premiumbereich, in dem wenige Kunden mit einem hohen Vermögen und viel Zeitaufwand betreut werden. Und ein Vielkundenbereich, in dem eine große Zahl von Kunden mit geringem Vermögen beraten werden.

Im Durchschnitt betreuen die befragten Berater 195 Kunden, dabei reichte die Anzahl der beratenen Kunden von zehn Kunden im Premiumsegment bis hin zu 800 Kunden im Vielkundensegment. Das durchschnittliche Vermögen der Zielgruppe errechneten die Studienautoren mit 209.000 Euro, allerdings schwankten die Angaben von Berater zu Berater sehr stark. So lag das geringste Vermögen der Kunden der Honorarberater zwischen 0 und 500.000 Euro, das höchste Kundenvermögen lag zwischen 10.000 und 40 Millionen Euro.

64 Prozent der Honorarberater mit Kunden, die weniger als 100.000 Euro Vermögen im Durchschnitt aufweisen, kontaktieren ihre Klienten laut Umfrage zwei bis fünf Mal im Jahr über ein persönliches Gespräch. Knapp 31 Prozent sprechen hingegen lediglich einmal persönlich mit ihren Kunden. Umgekehrt ist es bei Kunden, die ein geringeres Durchschnittsvermögen als 100.000 Euro aufweisen: Hier erhalten 64 Prozent der Kunden lediglich einen Gesprächskontakt mit ihrem Berater, 29 Prozent hingegen werden zwei- bis fünfmal kontaktiert.

Ebenfalls abgefragt wurde die Qualifikation der Honorarberater – eine Bezeichnung, die bislang nicht gesetzlich geschützt ist. Zwei Drittel gaben Ausbildungen aus dem Finanzbereich wie Bankkaufmann, Versicherungsfachmann, Versicherungskaufmann oder Fachberater/Fachwirt an. Ein Drittel hat ein Studium absolviert. Der überwiegende Teil ist von der Provisionsberatung zur Honorarberatung gewechselt, denn durchschnittlich haben die selbsternannten Honorarberater 15 Jahre Berufserfahrung in der Anlageberatung, davon aber nur vier Jahre Erfahrung als Honorarberater.

Ein weiteres Ergebnis: Honorarberater vernetzen sich aktiv und suchen den Austausch mit Kollegen, um ihre Kunden besser beraten zu können und ihr Wissen aus angrenzenden Bereichen, wie der Steuer- oder Rechtsberatung, zu vertiefen. In einer Standesvereinigung sind nur knapp die Hälfte der befragten Berater Mitglied.

„Wir erleben Honorar-Finanzberater als unabhängige Unternehmer, die ständig auf der Suche nach einer besseren Lösung sind“, sagt Volker Britt, Geschäftsführer der Honorar-Konzept GmbH zu den Umfrageergebnissen. „Aus diesem Grund bieten wir neben einem umfangreichen Weiterbildungsprogramm auch unterschiedliche Formate an, um sich untereinander auszutauschen. Wir halten es für wichtig, dass nicht nur Wissen, sondern auch persönliche Erfahrung weiter gegeben werden“, so Britt weiter.

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