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11.01.2011 16:57
Rubrik: Finanzboulevard

Star wider Willen: Maschmeyer wehrt sich gegen ARD-Doku

Carsten Maschmeyer mit Freundin Veronica Ferres
beim Bambi Award 2010. Quelle: Getty Images

Am Mittwochabend steht ein Dokumentarfilm über den AWD-Gründer Carsten Maschmeyer und seine Verbindungen zur Politik auf dem ARD-Programm. Maschmeyers Anwalt setzt alles daran, die Ausstrahlung zu verhindern – bisher ohne Erfolg.

Früher schien ihm der Medienrummel um seine Person nichts auszumachen. Nun geht Carsten Maschmeyer mit juristischer Hilfe gegen den Sender ARD vor, der eine Dokumentation über den Ex-AWD-Chef und dessen Verbindungen zur Politik ausstrahlen will.

Maschmeyers Anwalt Mathias Prinz hat für seinen Mandanten ein umfangreiches Schreiben an alle ARD-Intendanten geschickt. Der Hamburger Medienanwalt wirft den verantwortlichen Redakteuren vor, gegen die journalistische Sorgfaltspflicht verstoßen zu haben. Maschmeyer habe nicht die Gelegenheit gehabt angemessen zu Wort zu kommen.

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Der NDR erklärt hingegen, Maschmeyer habe sich mehrere Monate lang einem Interview verweigert, bis ihn Reporter Christoph Lütgert schließlich vors Mikrofon bekommen habe.

Die ARD hält an der Ausstrahlung des Films mit dem Titel „Der Drückerkönig und die Politik. Die schillernde Karriere des Carsten Maschmeyer" fest. Es gebe nichts, was einer Ausstrahlung der Dokumentation entgegenstünde, erklärte NDR-Sprecher Martin Gartzke gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Der Sender habe sich juristisch beraten lassen.

Neue Erkenntnisse bietet der Film laut Stephan Wels, Leiter der Abteilung Innenpolitik beim NDR, jedoch nicht. Es handele sich vielmehr um "eine pointierte Zusammenschau" über Maschmeyer und seine Tätigkeit bei AWD.

Der Film soll am Mittwoch um 21.45 Uhr im Ersten gezeigt werden.

Markus, 11-01-11 17:57:
Die ARD muss diesen Beitrag unbedingt ausstrahlen und die bereits bekannten Verflechtungen des Herrn Maschmeyer mit Spitzenpolitikern, den Fraktionen und Abgeordneten deutlicher als bisher herausarbeiten. Schon die WDR-Serie "Die Story" hat da ja schon einiges ans Licht gebracht. Der Einfluss der Finanzindustrie auf die Politik ist viel zu groß und man muss sich nicht wundern, wenn immer wieder Gesetzte beschlossen werden, die der Finanzindustrie nutzen und bei denen wir Verbraucher die Dummen sind. Man denke nur an die vielen schlechten Altersvorsorgeprodukte und wie der Staat dabei die Finanzbranche subventioniert. Der ehemalige Arbeitsminister Walter Riester und der ehem. Regierungsberater Bert Rürup sitzen übrigens gemeinsam mit Maschmeyer in einem Frankfurter Beraterbüro, welches auch die Politk und die Regierung berät. Diese Dinge müssen endlich besser ans Tageslicht gefördert werden.
Tomthomas, 11-01-11 21:43:
Ich fand die letzte Story von Herrn Lütgert über AWD ganz schwach. Da wurde behauptet, dass angebliche Schrottimmobilien vermittelt wurden. Aber anstatt diese mal zu zeigen fliegt Herr Lütgert dann lieber nach Mallorca, um das Feriendomizil von Ex-Vorstand Maschmeyer zu zeigen. Mich hätte mal interessiert, was da wirklich vermittelt wurde. Aber es wurden nur Vorwürfe ohne Beweise gebracht. Jetzt hat der NDR schon verkündet, dass auch der morgige Bericht keine neuen Erkenntnisse bringen wird. Ich denke, dass wird wieder einmal die alte Soße in neuer Verpackung...
Durchblicker, 12-01-11 08:58:
@ tomtomas: Sie gehören wohl zur Truppe von Herrn Maschmeyer, greifen sich einen Punkt heraus und versuchen damit die ganze Problematik zu verharmlosen. Das ist leicht durchschaubar. Man muss sich nur mal mit Leuten aus der AWD-Drückerkolonne unterhalten, dann weiß man, wie menschenverachtend das System ist und wie provisionsgetriebene Berater uns Verbraucher abzocken. Dass die Politik zu stark von der Finanzindustrie beeinflusst wird und die Gesetze dann auch entsprechend aussehen, kann nicht deutlich genug ans Tageslicht gebracht werden. Die Gesetze nutzen nachweislich mehr der Finanzbranche als uns Verbrauchern. Die WDR-Sendung "Die Story" zu Herrn Maschmeyer, zur AWD und zu den Verfelchtungen mit der Politik war hervorragend und es wurden handfeste Belege geliefert.
Tomthomas, 12-01-11 21:39:
@Durchblicker: Ob Sie generell den Durchblick haben, weiß ich nicht, allerdings liegen Sie hierbei meiner Meinung nach falsch. In dem Bericht haben vor einiger Zeit haben die Opfer doch nur vor laufender Kamera behauptet, dass sie falsch beraten wurden. Das kann man ja relativ leicht nachweisen: gab es Beratungsprotokolle, in denen auf die Risiken hingewisen wurde? Haben die Menschen diese Protokolle unterschieben oder nicht? Was ist den an den vermittelten Immobilien objektiv so schlecht, dass es sie zu Schrottimmobilien macht? Darauf gab Lütgert nun einmal keien Antwort, sondern sprach lieber mit der Redakteurin des Mallorca-Magazins über exklusive Poolfotos der Familie Wulff oder berichtete über die private Beziehung von Herrn Maschmeyer zu Frau Ferres. Was daran handfeste Belege sein sollen, weiß ich wirklich nicht...
Tomthomas, 12-01-11 23:05:
Fazit für mich: keine neuen Erkenntnisse. Wieder die selben Kunden. Wieder die identsichen, aber unbewiesenen Vorwürfe.
Keltenaufklärer, 12-01-11 23:06:
Der Bericht über den AWD von seinen Opfern und deren Gewinner, hat mal wieder gezeigt das die Moral in der Politik und das Ausblenden der Wahrheit ist nicht nur in totalitären Staaten möglich.Deshalb muß diese Dpppelmoral von sogenanten gewählten Volksvertretern und Prominenten in der Öffentlichkeit immerwieder durch mutige Menschen entschleiert werden .Auch das wissen über eine betrügerriche Vorgehensweise ist moralich eine Straftat.Aber das Gewissen haben die "Herrschaften" in der Sektbar in der Garderobe abgegeben.Deshalb mein Fazit-Kein Gewissen stört diese ELITE und...Geld stinkt also doch nicht !!!!!
Das "dumme Volk "wählt ja schließlich seine Moralpolitiker..aber wie bei den Lottozahlen "ohne Gewähr".Den bezahlen muß halt der dumme, ehrliche und fleißige Bürger !!!!

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