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Regulierung der Finanzbranche

Regulierung der Finanzbranche

Regulierung - das Topthema der Finanzbranche. DAS INVESTMENT.com berichtet laufend über die anstehenden Gesetzesvorhaben.

03.09.2009 14:42
Rubrik: Institutionelle

Jens Spudy: „Die Klientel eines Family Offices ist sehr anspruchsvoll“

Jens Spudy

Vermögensverwaltungen im High-End-Bereich: Family Offices kümmern sich um Erbengemeinschaften, Unternehmer, altes Geld und Neureiche. Doch wenn der Kontostand die Bankleitzahl übertrifft, müssen auch Berater im großen Stil denken. Finanzkrise und Probleme mit dem Nachwuchs setzen jedoch auch den exklusiven Dienstleistern zu. DAS INVESTMENT.com sprach mit Jens Spudy, Gründer und Vorstand von Spudy & Co. aus Hamburg.

DAS INVESTMENT.com: Die Deutsche Bank prüft die Übernahme der alteingesessenen Kölner Privatbank Sal. Oppenheim. Statt eines blattgoldbedruckten Sparbuchs gibt es bald eine hellblaue Kundenkarte. Die Schweizer UBS kommt auch nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Die Hochfinanz ist in den Niederungen der Krise angekommen.

Jens Spudy: Nein, dass stimmt natürlich nicht. Nicht das Private Banking oder die Verwaltung von sehr großen Vermögen sind für die aktuellen Probleme verantwortlich. Unser Geschäft ist nicht von dem Streben nach maximalem Gewinn oder der vielfach zitierten Gier bestimmt. Wir handeln sehr konservativ und sind vor allem auf die Erhaltung der Vermögen bedacht. Warum ist denn die Deutsche Bank an Sal. Oppenheim interessiert? Das Geschäftmodell ist nach wie vor hochinteressant und nicht unrentabel. Die Endkunden müssen kein Vermögensaufbau mehr betreiben, sie sind bereits vermögend. Die Konsequenz daraus ist die Abnahme des einzugehenden Risikos. Nichtsdestotrotz verfolgen wir als großes bankenunabhängiges Family Office die aktuelle Entwicklung mit einem gewissen sportlichen Interesse.

DAS INVESTMENT.com: Kölsche Millionen werden doch jetzt nicht den Weg nach Hamburg finden?

Spudy: Es gibt erstklassige Family Offices in Köln, Großvermögen sind in der Regel sehr verwurzelt in der jeweiligen Region. Das trifft aber nicht den Kern. Wie bereits angesprochen, ist die Klientel eines Family Offices sehr anspruchsvoll und hat, wie viele andere Anleger auch, unter der Finanzkrise gelitten. Daher werden einzelne Bindungen überprüft, auch in Hamburg und Norddeutschland. Wir befinden uns in einem Wettbewerb und der ist völlig normal und legitim.

DAS INVESTMENT.com: Was brauche ich, um bei Ihnen Kunde zu werden?

Von: Malte Dreher

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