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20.06.2011 18:15
Rubrik: Fonds

Aus für TMW Immobilien Weltfonds: "Andere Wettbewerber sollten dem Beispiel folgen"

Quelle: Fotolia

Am 31. Mai 2011 hat die TMW Pramerica Property Investment GmbH die Verwaltung ihres TMW Immobilien Weltfonds unwiderruflich mit Wirkung zum 31.05.2014 gekündigt. Für Fondsexperte Björn Drescher eine "geradlinige" und "besonnene" Entscheidung, der andere Anbieter folgen sollten.

Ein Gastbeitrag von Björn Drescher, Geschäftsführer Drescher & Cie.

Unwiderruflich hat die TMW Pramerica Property Investment GmbH am 31. Mai 2011 in Abstimmung mit der BaFin gemäß §38 Abs. 1 InvG in Verbindung mit §16 Abs. 1 der Allgemeinen Vertragsbedingungen die Verwaltung des TMW Immobilien Weltfonds mit Wirkung zum 31.05.2014 gekündigt.

Mit anderen Worten, die KAG hat auf eigene Initiative die schrittweise Auflösung des Fonds eingeleitet. Nunmehr verbleibt ihr ein Zeitraum von drei Jahren, um alle Objekte des TMW Immobilien Weltfonds zu veräußern und die Anteilsinhaber auszuzahlen. Obwohl es sich im konkreten Fall nach dem KanAm US-Grundinvest, dem Morgan Stanley P2 Value und dem Degi Europa nun bereits um die vierte angekündigte Abwicklung eines von der Anteilsrücknahme ausgesetzten offenen Immobilienfonds handelt, ist der gradlinigen Entscheidung und der Art und Weise des Vorgehens Respekt zu zollen.

Nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass die Pramerica Property Investment GmbH sich bereits acht Monate vor Ende jener Frist für eine Auflösung ihres Fonds entschieden hat, die der Gesetzgeber den Immobiliengesellschaften maximal einräumt, um ihre Schiffe wieder flott zu machen. Die Münchner KAG will den Anteilsinhabern nach eigenen Angaben auch in dieser schwierigen Phase des Fonds ein verlässlicher Partner bleiben, der seinen Investoren frühzeitig Planungssicherheit bietet.

Wer die Historie des Fonds kennt, weiß, dass hier keineswegs zu früh aufgegeben wurde.

Die Pramerica Property Investment GmbH ist ein schönes Beispiel für jene Sippenhaft, in die Immobilienfondsanbieter in den vergangenen drei Jahren im Zuge der Finanzkrise ungeachtet ihrer individuellen Leistungen und Erfolge genommen wurden und auch für jenen Sog, in den die Fonds im Zuge der unsensiblen Kommunikation der gesetzlichen Novellierungen gerieten.

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