„Ich hoffe, wir können draußen bleiben“
Er gehört zu den Aufsteigern des vergangenen Jahres: Dachfondsmanager Olaf–Johannes Eick, der die Aktienquote der von ihm betreuten Mandate streng nach einem selbstentwickelten mathematischen Modell ausrichtet. Im Gespräch mit DAS INVESTMENT.com verrät Eick, warum er den jüngsten Börsenaufschwung am liebsten verschlafen würde.
Sein auch in der Deutschen Fondsliga (Bericht 12. Spieltag) vertretener Flaggschiff–Fonds Multi–Invest OP (WKN: 926200) (Fondsporträt) beendete 2008 mit einem minimalen Verlust von 1,5 Prozent und sammelte netto 170 Millionen Euro neue Mittel ein.
DAS INVESTMENT.com: Überall auf der Welt ziehen die Aktienkurse an, und Sie sitzen in Ihren Fonds noch immer auf Bergen voller Bargeld. Haben Sie keine Angst, etwas zu verpassen?
Olaf–Johannes Eick: Ganz im Gegenteil. Ich habe eher Angst, dass wir bald handeln müssen. Es ist nämlich tatsächlich so, dass wir in fast allen Märkten, die wir mit unserem mathematischen System abdecken, unmittelbar vor einem Kaufsignal stehen. Es kann also durchaus sein, dass unsere Aktienquote innerhalb der nächsten Tage von Null auf 100 steigt.
DAS INVESTMENT.com: Und das wäre aus Ihrer Sicht ein Unglück?
Eick: Es ist zumindest ein Risiko. Ich bin nämlich überzeugt, dass wir nur eine technische Gegenbewegung sehen, keine Trendwende. Für technische Handelsmodelle ist eine solche Situation immer gefährlich.
DAS INVESTMENT.com: Auch in einer technischen Gegenbewegung können die Kurse um 50 Prozent oder mehr steigen.
Eick: Das mag durchaus sein, aber danach fallen sie meist auf ein neues Tief zurück. Da ist es per saldo immer noch sicherer, Kasse zu halten. Aber darum geht es beim Multi–Invest OP und den anderen von uns betreuten Fonds nicht. Wenn das mathematische Modell Kaufsignale gibt, kaufen wir – egal, was ich persönlich davon halte.
DAS INVESTMENT.com: Was muss denn genau passieren, damit Ihr System sagt „Zack, zack, zurück in den Markt“?
























DER hat Ahnung !
Er ist, meiner Meinung nach, ein äußerst rationaler und ständig abwägender Mensch mit ethisch-moralisch hoch entwickeltem Intellekt.
Seine Zukunftsprognosen und sein Managementstil sind eins mit dieser Einstellung.
Dass hier der allgemeine und hochspekulative "Wahnsinn des Investierens in pure Gier" nicht mitgemacht wurde, kann man aufgrund der "Nichtbeteiligung" an algemeinen Börsenverlusten 08 und 09 gut verschmerzen.
Ich vertraue diesem Mann, weil er wirklich weiß, wovon er spricht.
Kommentar schreiben