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12.01.2010 17:41
Rubrik: Fonds

"Konstruktionsfehler: Lasst Absolute-Return-Fonds von der Leine"

Egon Wachtendorf

Eine Rendite von 7 Prozent, ohne in einem einzigen Kalenderjahr ins Minus zu rutschen – so lautete das Ziel vieler Absolute-Return-Fonds der ersten Generation. Das war 2003, und seither sind die Ansprüche um einiges bescheidener geworden.

Zum einen, weil Anleger und Produktanbieter realisiert haben, dass dem magischen Dreieck der Geldvermehrung doch ein etwas komplizierterer Code zugrunde liegt als manche Hochglanzprospekte suggerieren. Zum anderen aber natürlich auch, weil sich Absolute-Return-Fonds neuerer Bauart fast immer am Geldmarktsatz Eonia orientieren.

Hier beginnt jedoch das Problem: Wer benötigt schon einen Absolute-Return-Fonds, der für 2010 ein Ergebnis von Eonia plus 2 Prozentpunkten verspricht?

Da sich am Zinsumfeld so bald nichts ändern dürfte, lässt sich das Dilemma nur über den Faktor Zeit lösen. Fakt ist: Niemand sollte einen Absolute-Return-Fonds kaufen, wenn er sein Geld maximal zwölf Monate für sich arbeiten lassen kann oder will.

Warum aber darf dann dessen Manager nicht drei oder besser noch fünf Jahre lang Chancen an den Kapitalmärkten nutzen, bevor er sich zum ersten Mal am obersten Ziel Kapitalerhalt messen lassen muss?

Von: Egon Wachtendorf

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