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11.02.2009 12:05
Rubrik: Fonds

Die größten Aktienfonds: Dicke auf Diät

Quelle: Fotolia

Das katastrophale Börsenjahr 2008 hat Spuren hinterlassen: Kursverluste und Verkaufsaufträge in Millionenhöhe haben besonders die größten Aktienfonds getroffen. Nur ein Volksfonds konnte sich gegen den Aktienausverkauf stemmen.

Am schlimmsten erwischte es den Templeton Growth: Aus der Euro-Klasse (WKN: 941034) des internationalen Klassikers zogen Anleger im vergangenen Börsenjahr per saldo 394 Millionen Euro ab. Deutlich höher fällt der Ausverkauf mit über 720 Millionen Euro beim Original (971025) aus. Das geht aus der aktuellen Statistik des Branchenverbandes BVI hervor.

Die einstigen Verkaufsschlager zählten im vergangenen Jahr zu den großen Verlieren. Das Flaggschiff von Fidelity, der European Growth (973270), wurde ebenso abgestoßen, wie der Dekafonds (847450): Unterm Strich bleibt jeweils ein Minus von 183 und 171 Millionen Euro.

Der von der DWS gern als Volksfonds beworbene Vermögensbildungsfonds I (847652) verlor per saldo 133 Millionen Euro in zwölf Monaten. Kursverluste und Verkaufsaufträge ließen das Volumen auf 3,7 Milliarden Euro schrumpfen.

Einziger Gewinner unter den fünf größten deutschen Aktienfonds ist der Uni Global (849105). Gegen den Trend sammelte der Fonds fast 350 Millionen Euro ein.

Von: Malte Dreher

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Olaf Falk, 11-02-09 23:34:
Es ist doch ganz klar, warum soviele Anleger ihr Geld aus den Fonds genommen haben. Nicht das schlimme Börsenjahr 2008 ist der Grund, sondern das desaströse Verhalten des BVI zur Abgeltungssteuer. Man bedenke wieviele Menschen einen oder mehrere Fonds für ihre Altersvorsorge angespart hatten. Der BVI mit seinem absolut unfähigem Führungspersonal hat sich nicht für diese Sparer eingesetzt. Jetzt aber groß jammern und weinen wegen den Geldabflüssen. Ich kann diese Leute nur als Heuchler bezeichnen.
HDH44 -.-, 12-02-09 12:56:
Für mich ist das Verhalten der gesamten Fondsbranche (im Aktien-Sektor -abgesehen von ein paar kleineren Fonds) für die Jahre 2007/2008 nicht nachvollziehbar. Große Teile in der Managerriege sind Nieten und haben ihre mangelnde Entscheidungfähigkeit unter Beweis gestellt. Bei Benchmark und Indexfonds brauche ich keinen "Fondsmanager" .Da reicht ein Computerprogramm. Wer sagt, wir konnten die Entwicklung in dem Ausmaß nicht im geringsten so einschätzen, der versteckt sich und hat mit dazu beigetragen, daß für viele Fondssparer erst einmal Schluß ist. Wer Fonds und Aktien im Frühjahr 2007 verkauft hat, steht auf der sicheren Seite. Und die "Fondsmanager", was haben die zu diesem Zeitpunkt erkannt? Sie haben den Fahrstuhl nach unten für viele Fondssparer geöffnet wegen der "drohenden" Abgeltungssteuer. Quatsch!! Wenn ich Gewinne mache, zahle ich auch gerne meine Steuern!!
Und deshalb erfolgt nach fast 2jähriger Pause bald wieder ein Einstieg!!!
Klaus Dühr, 12-02-09 19:29:
Der Uni Global schneidet deshalb so gut ab, weil die armen Riester-Sparer der VR-Banken ihre Gelder da anlegen müssen. Auch weil ja Finanztest die Union Riesterrente empfiehlt. Schauen Sie mal, wo der Fonds im Vergleich liegt. Wie gesagt, die armen Riester-Sparer !

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