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17.02.2009 16:54
Rubrik: Fonds

PEH-Manager: „Wir raten zum Verkauf von offenen Immobilienfonds“

Martin Stürner, PEH

29 Milliarden Euro sind in den derzeit „geschlossenen“ offenen Immobilienfonds noch eingemauert. Martin Stürner rät trotzdem zum Ausstieg, notfalls mit deftigem Abschlag. Mit dem PEH-Vorstand und Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung, die über 4 Milliarden Euro verwaltet, sprach DAS INVESTMENT.com.

DAS INVESTMENT.com: Nach dem brutalen Ausverkauf der offenen Immobilienfonds im Oktober vergangenen Jahres kehren Investoren langsam wieder zurück. Gleichwohl rechnen Experten mit einer Abwertung. Wer hat recht?

Martin Stürner: Ich maße mir nicht an, heute genau vorherzusagen, inwieweit die Immobilienpreise einbrechen werden, oder zu behaupten: „Die Fonds machen nie wieder auf.“ Ich halte grundsätzlich nichts von solchen langfristigen Prognosen. Ich sehe mir ganz rational das Chance-Risiko-Verhältnis an. Und dann ist die Sache einfach: Die Renditeerwartung bei den offenen Immobilienfonds entspricht in etwa der bei einem Rentenfonds. Das Risiko ist aber ungleich höher.

Das INVESTMENT.com: Was sollten Investoren aus den jüngsten Entwicklungen lernen?

Stürner: Als die Anteilsscheinrücknahme einiger offener Immobilienfonds ausgesetzt wurde, wurde endgültig deutlich: Anlagen in diesem Segment sind nicht ohne Risiken. Die Immobilienbestände könnten auch abgewertet werden. Nach Aussagen von Immobilien-Fachleuten sind derzeit Verluste von 20 bis 40 Prozent denkbar. Dem steht eine Rendite-Erwartung von 5 Prozent gegenüber. Das ist sehr mager.

DAS INVESTMENT.com:  Was raten Sie als Vermögensverwalter derzeit Ihren Kunden?

Stürner: Bei den „geschlossenen“ Immobilienfonds raten wir zu einem Verkauf über die Börse. Die derzeitigen Abschläge von rund 5 bis 9 Prozent sind aus unserer Sicht und nach intensiver Abwägung von Risiken und Chancen vertretbar. Wir empfehlen stattdessen eine Anlagestrategie mit einem deutlich besseren Chance-Risiko-Profil. Konkret: Den Einstieg in die PEH-Rentenstrategie Evo Pro (WKN: A0M LGV). Sie investiert das Basisportfolio ausschließlich in deutsche Staatsanleihen und hat im Krisenjahr 2008 5,3 Prozent Wertzuwachs erwirtschaftet. Hier werden die Risiken aktiv und systematisch gemanagt. Sprich: Wir können rasch auf veränderte Situationen reagieren, und die Anleger kommen jederzeit an ihr Geld.

DAS INVESTMENT.com: Ihr Fazit?

Stürner: Heute ist es wichtiger denn je, die Risiken der Anlagen zu steuern. Wer an sein Geld nicht herankommt, dem ist diese Möglichkeit genommen. Anleger erleben jetzt, dass ihre Investition in Immobilienfonds illiquide werden kann.

Von: Malte Dreher

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Uli , 18-02-09 09:28:
Klar, PEH hat ja auch keine offenen Immobilienfonds. Schaut mal die Performance der PEH Fonds an. Vielleicht sollte man da lieber aussteigen, ein deftiger Abschlag ist dort jedenfalls garantiert. Er sollte sich lieber mal um seine Fonds kümmern und nicht über andere herziehen.
Andy , 18-02-09 10:02:
ist schon peinlich, dass sowas hier erscheint!
Jörg , 18-02-09 14:03:
Wer nichts von langfristigen Prognosen hält sollte gleich die Finger von Fonds lassen. Der ganze Ärger kam doch daher, dass Häuser wie PEH die Investitionen in Immofonds als Cashparkplatz missbraucht haben. "Das Investment" hat schon bessere Interviews geführt.
Alexander , 18-02-09 16:47:
Dass "Das Investment" solchen unqualifizierten und verkäuferischen Aussagen ohne jegliche Qualität eine solche Plattform für ein Interview gibt stimmt mich sehr bedenklich. Ich schließe mich der Negativ-Meinung meiner Vor-Kommentatoren an.!!
Jobst Berggruen, 18-02-09 17:14:
Ich verstehe die Aufregung nicht: Der Mann hat doch recht. Unbestimmte Zeit geschlossen. Keine Aussagen über evtl Abwertungen der Portfolios. Immobil wird nie mobil. Und: Mehr als bei einem guten Rentefonds kam die Jahre auch nicht rum. Das der Peh-Mann sein eigenes Pordukt nennt: Etwas werblich. Aber doch besser als kein Vorschlag.
Diane , 19-02-09 10:00:
... leider muss ich den Meinungen zustimmen, was die Headline-Qualität als auch die Aussagen betrifft. Zumal auch nicht die ganze Produktklasse über einen Kamm gezogen werden kann. Konjunkturell zieht es alles nach unten - doch die OIF haben bisher auch in den letzten Krisen gute Stabilität bewiesen - das sollte man sich vor Augen halten.
G. Frieske, 19-02-09 12:46:
Gerade gefunden: Eine Analyse auf Welt-Online. Demnach müssen die Fonds Immobilien unterhalb des Verkehrswerts verkaufen:

www.welt.de/welt_print/article3232358/Fonds-muessen-Immobilien-unter-dem-Buchwert-verkaufen.html

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