Crashtest: Die besten Energiefonds
Mittelfristig, sind Experten überzeugt, wird der Ölpreis deutlich steigen. Anleger, die einen solchen Anstieg nutzen wollen, aber ein Investment in Öl-Zertifikate wegen der Terminmarktproblematik scheuen, finden in Fonds, die stark vom Ölpreis beeinflusst werden, eine Alternative.
Reinrassige Öl-Fonds gibt es zwar nicht, doch der größte Teil der Energiefonds setzt ein klares Schwergewicht auf Aktien von Öl-Gesellschaften. Die langjährig erfolgreichen Fonds Blackrock World Energy, Fortis Energy World und Invesco Energy werden stark von der Entwicklung am Rohölmarkt beeinflusst und sind damit eine indirekte Wette auf einen steigenden Ölpreis. Mehr zu den Fonds auch hier.
Der Performance-Vergleich zwischen den Fonds und dem Rohölpreis zeigt zwar, dass es keinen klaren Gleichlauf gibt. Die Energie-Fonds haben sich in den vergangenen fünf Jahren jedoch ähnlich entwickelt wie der Ölpreis, während der Aktienindex MSCI Welt weit zurückgeblieben ist. Im zweiten Halbjahr 2008 indes hat sie der Ölpreis mit in die Tiefe gerissen. Am besten haben die vergangenen Monate dabei noch Robin Batchelor und Poppy Allonby überstanden. Die Manager des Blackrock World Energy profitierten von einer eher defensiven Ausrichtung ihres Portfolios: „Wir haben Ende 2007 damit begonnen, das Portfolio weg von einigen Ölservice-Gesellschaften und in Mode gekommenen Explorations- und Produktionsfirmen hin zu den ungeliebten Öl-Multis zu drehen“, erklärt Batchelor. Sämtliche der Top-5-Positionen sind aktuell internationale Öl-Multis; gemeinsam kommen Exxon, Chevron, BP, Royal Dutch Shell und Total auf ein Gewicht von mehr als 36 Prozent im Portfolio. Insgesamt setzen die beiden Manager auf 40 bis 60 Titel.
Die traditionell recht hohe Konzentration weniger Multis im Fonds hat zwischenzeitlich allerdings Performance gekostet. Die beiden Konkurrenten Fortis Energy World und Invesco Energy lagen Mitte vergangenen Jahres weit vor Allonby und Batchelor (siehe Chart). Durch eine höhere Gewichtung von Öl-Servicegesellschaften profitierten sie deutlich stärker als der Blackrock-Fonds vom steigenden Ölpreis.
























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