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Wo haben beliebte Fonds aus stark nachgefragten Anlagekategorien Stärken und Schwächen, und wie sind ihre Manager aktuell aufgestellt? Wir geben die Antworten!

17.02.2010 13:40
Rubrik: Fonds

Schroders-Managerin Sonja Schemmann:„Alles ist verzerrt“

Sonja Schemmann

Zur Sache, Frau Schemmann! Schroders-Managerin Sonja Schemmann über die Prozyklik von Dividendenfonds, die Gefahren billigen Geldes und die bevorstehende Rückkehr zur Normalität.

DAS INVESTMENT: Ihre ersten Jahre bei Schroders standen unter keinem guten Stern. Seit Ihrem Einstieg Anfang Oktober 2005 hat beispielsweise der Schroder Global Equity Yield knapp 25 Prozent an Wert verloren. Andere globale Dividendenfonds liegen bereits wieder im Plus.

Sonja Schemmann: Diese Meinung teile ich nicht, ich hatte sogar einen sehr guten Start. Im Jahr 2006 hat mein Fonds den Vergleichsindex um fast 7 Prozentpunkte geschlagen. 2007 war in der Tat ein schlechtes Jahr. Banken stellen nun einmal einen großen Anteil an unserem Vergleichsindex, und darunter hat der Fonds natürlich gelitten.

DAS INVESTMENT: Warum waren Sie nicht mutiger und haben sich stärker vom Index entfernt?

Schemmann: Die Gewichtung hatte mit Indexnähe nicht viel zu tun, vielmehr waren Finanztitel damals der größte Dividendenzahler, und der Fonds hat das Ziel, eine deutliche Dividendenprämie gegenüber dem Markt zu erzielen. Was dieses Kriterium betrifft, sind wir sehr diszipliniert und haben den Prozess auch während der Krise nicht geändert. Wer in einen Dividendenfonds investiert, erwartet eine breite Streuung und überdurchschnittlich hohe Ausschüttungen.

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DAS INVESTMENT: Mit fast 24 Prozent sind Finanzwerte im Global Equity Yield nach wie vor die größte Position.

Schemmann: Größtenteils handelt es sich dabei um Versicherungen wie Allianz, Münchner Rück und Zurich Financial Services und Finanztitel in Asien. Alles Unternehmen, die kaum von der Krise betroffen waren und nach wie vor grundsolide Investments sind.

DAS INVESTMENT: In den vergangenen 18 Monaten waren Dividendenindizes des Anbieters Dow Jones eine Drehtür. Fast 200 Unternehmen wurden ausgetauscht, weil sie die Ausschüttungen einstellten. Wie wirken sich solche Wechsel auf Ihre Fonds aus?

Schemmann: Wenn ein Unternehmen keine Dividende mehr zahlt, muss auch ich verkaufen. Das war schon immer so. Krisenbedingt haben wir natürlich häufiger reagieren müssen. Inzwischen hat sich die Lage jedoch wieder beruhigt.

DAS INVESTMENT: Die Aktie eines Unternehmens, das Sie halten, stürzt ab. Dann entscheidet das Management, keine Dividende zu zahlen. Sie müssen verkaufen und können einer möglichen Erholung der Aktie nur zusehen.

Schemmann: Manchmal kann das so vorkommen, allerdings ist dies eher der Ausnahmefall. Das sind die Spielregeln eines Dividendenfonds.

Alex , 17-02-10 14:46:
Mit dem kleineren Fondsvermögen können auch Small Caps mit hoher Dividendenrendite gekauft werden! Hier lockt dann zusätzlich noch das größere Kurssteigerungspotential, zB Freenet.

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