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15.02.2011 10:40
Rubrik: Fonds

Vermögensverwaltende Fonds: „Carmignac Patrimoine locker outperformt“

Simone Müller-Esche

Simone Müller-Esche, Fondsmanagerin des M.E.T. Fonds PrivatMandat (WKN: A0R DGE), über rote und grüne Investmentampeln, die Abkehr von den Emerging Markets und die „Former Hidden Champions Tour“, auf der drei Fondsboutiquen ihre aktuellen Strategien vorstellen.

DAS INVESTMENT.com: Im vergangenen Jahr waren Sie ein großer Emerging-Markets-Fan. Gilt das jetzt auch noch?

Simone Müller-Esche: Eingeschränkt. Wir haben die ersten Wochen des neuen Jahres dazu genutzt, um unsere Emerging-Markets- und Gold-Positionen in unserem M.E.T. Fonds PrivatMandat stark zu reduzieren. Im Gegenzug haben wir vor allem Europa und Nordamerika momentan stark gewichtet, zudem haben wir Positionen unter anderem mit russischen Aktien aufgebaut.

DAS INVESTMENT.com: Also ist die Schwellenländer-Story für Sie schon wieder vorbei.

Müller-Esche: Nein, so pauschal kann man das nicht sagen. Dennoch sehen wir in der gegenwärtigen Marktsituation das günstigere Chancen-Risiko-Profil in den etablierten Märkten. Das war im vergangenen Jahr anders, in dem wir unsere Performance hauptsächlich über Investments vor allem in Frontier Markets wie etwa Afrika, Thailand und Türkei erzielten. Wenn Sie jetzt zum Beispiel auf die politische Situation in Nordafrika blicken, müssen sich dort erst stabilere Verhältnisse ergeben. Langfristig können Investments in den afrikanischen Frontier Markets aber für uns durchaus wieder attraktiv werden.

DAS INVESTMENT.com: Wie konsequent schichten Sie um?

Müller-Esche: Da sind wir rigoros. Wir nutzen ein technisches Handelssystem, das auf einem Trendfolgesystem beruht. Daraus leitet sich unsere Index-Ampel ab: Das Fondsvermögen wird bei grün vollständig in möglichst dynamische Aktienfonds investiert. Werden vom Handelssystem Börsenphasen als negativ erkannt, schlägt die Ampel auf rot um und wir fahren entsprechend den Aktienanteil stark herunter.

DAS INVESTMENT.com: Haben Sie für Ihr Strategie eine Maxime?

Müller-Esche: Ja - Kapitalerhalt geht ganz klar vor Risiko. Das heißt aber nicht, dass wir damit keine gute Rendite erreichen. In der Zehnjahres-Betrachtung hatten wir Ende 2010 eine durchschnittliche Performance von 19,6 Prozent jährlich erreicht. Zum Vergleich: Der MSCI-Weltaktienindex hat in diesem Zeitraum insgesamt nur rund 11 Prozent zugelegt. Oder, anders ausgedrückt: In den vergangenen drei Jahren konnten wir Publikumslieblinge wie den Carmignac Patrimoine locker outperformen.

Siegfried Krön, 15-02-11 14:01:
Mich irritiert, dass Frau Simone Müller-Esch in der Zehnjahres-Betrachtung Ende 2010 auf eine durchschnitt-liche Performance von 19,6 Prozent hinweist, meint sie damit p.a. ? Der MSCI-Welt-index hat laut ihrer Aus-sage in diesem Zeitrau nur 11 Prozent gebracht. Also einma durchschnittlich und einmal insgesamt. Habe ich das richtig verstanden?.Wie kommt sie bei ihrem Fonds auf eine 1o Jahresbe-trachtung wenn der erwähnte Fonds, WKN A0RDGE, laut meiner Information erst am 16.12.2008 aufgelegt wurde.
Weshalb glauben viele Fonds-manager sich mit Carmignac Patrimoine vergleichen zu müssen, sind das Komplexe. Diese Frage bitte ich zu entschuldigen. Bitte um beantwortung.
john rambo, 15-02-11 14:27:
Ein Artikel im besten (schlimmsten...) Bildzeitungs-Stil: eine reisserische Überschrift plus ein Foto von einer Karrierefrau. Wenn man sich dann den Chart ansieht, stellt man fest dass der M.E.T. bisher keine einzige Baisse mitgemacht hat, eine wesentlich höhere Vola als der Carm. Patri. hat und dazu noch schlechter performt als div. andere, offensive Dachfonds.
Meine Note für den Artikel: ungenügend !
Steve Miller, 18-02-11 11:56:
Über die Machart des Artikels kann man streiten (oder auch nicht). Der Carmignac-Vergleich wird von vielen Managern wohl deshalb bemüht, weil Carmignac eben einen tollen Job macht und eine Art Referenz ist. Was die Karrierefrau-Bemerkung zum Managerinnen-Foto von John Rambo soll, weiß ich nicht, scheint wohl ein (Cinema-Helden)-Komplex zu sein. Auch wenn es einige offensive Dachfonds gibt, die seit Ende 2008 noch bessere Ergebnisse erzielt haben, so relativiert sich das ganz schnell in Baissephasen. Im Übrigen, wer den M.E.T genau kennt, weiß, dass das Handelssystem bereits seit vielen Jahren im Einsatz ist. Nein, kein schnöder Backtest, sondern beweisbare Ergebnisse.
Anleger, 18-02-11 12:54:
Die angesprochene 10-Jahres-Performance kommt von dem Vorgängersystem des M.E.T-Fonds, der Vermögensverwaltung, die in den Fonds übergeführt wurde.
Realist, 15-09-11 10:42:
Seit dem Interview vom 15.02.11 hat der Fonds rund 18% verloren, obwohl "Verlustvermeidung vor Rendite" geht.Herr Carmignac hat mit seinem Patrimoine gut 3 % zugelegt...

Typischer Fall von Selbstüberschätzung ! Hochmut kommt vor dem Fall. Der Dame würde ich nicht mal einen Cent anvertrauen.

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