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07.10.2010 17:04
Rubrik: Fonds

Exklusiv: Graham Clapp zum Start seines Ucits-Fonds

Graham Clapp im Gespräch mit
DAS-INVESTMENT-Chefredakteur Malte Dreher

Erst ein Hedge-Fonds und nun folgt die Zulassung der Ucits-Variante des Pensato Europa Fund. Graham Clapp ist zurück. DAS INVESTMENT.com sprach mit dem ehemaligen Fidelity-Star und Gründer der Londoner Boutique Pensato.

DAS INVESTMENT.com: Sie waren 22 Jahre bei Fidelity. Warum sind Sie gegangen?

Graham Clapp: Ich hatte alles erreicht. Eine Steigerung war nicht möglich. Meine gesamte Karriere war ich bei Fidelity. Anfangs war es ein überschaubares Geschäft. Fidelity war zumindest in Europa nahezu unbekannt.

Wir haben alles aufgebaut, das Pensionskassengeschäft und das ganze Fondsmanagement. Das war eine großartige Zeit, und 2005 waren wir Marktführer in Europa. Zwei Jahre vorher übernahm ich den European Growth, den größten Aktienfonds Europas. Es war eine enorme Herausforderung, aber mit der Zeit traten Sättigungen ein.

Ich erinnere mich an die Party, mit der wir das Knacken der 10-Milliarden-Euro-Marke gefeiert haben, dann lag das Volumen plötzlich bei 15, bei 20 und schließlich bei 25 Milliarden Euro. Das war toll für die Gesellschaft. Für mich selber aber konnte ich nicht erkennen, was die nächste große Aufgabe sein könnte. Mir wurde bewusst, dass wenn ich bliebe, ich heute und die kommenden zehn Jahre noch für den Fonds verantwortlich sein würde.

DAS INVESTMENT.com: Wie reagierte Fidelity?

Clapp: Alle wussten, dass wir Zeit brauchten, um das Team zu restrukturieren und mit Investoren zu reden. Meine Entscheidung zu gehen fiel Ende 2005. Dann hat es noch ein Jahr gedauert. Ende 2006 habe ich Fidelity verlassen. 2007 habe ich nichts gemacht und bin statt dessen sehr viel mit der Familie gereist.

DAS INVESTMENT.com: Ihr ehemaliger Kollege Anthony Bolton ist für Fidelity nach China gegangen. Wäre das keine Herausforderung für Sie gewesen?

Clapp: Für Anthony ist es genau das richtige. Ich habe noch schulpflichtige Kinder und bin an London gebunden. Außerdem ist Anthony mit Fidelity in China und nutzt die Infrastruktur des Unternehmens. Das wäre bei mir nicht der Fall gewesen. Und einfach nach China gehen und ein Business aufziehen, das funktioniert nicht.

DAS INVESTMENT.com: Er wird die jährliche Chelsea Flower Show in London vermissen. Wann fiel für Sie die Entscheidung, eine eigene Boutique zu gründen?

Fortsetzung Seite 2...

Von: Malte Dreher

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