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Deutschlands größte Fonds-Statistik

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Crashtest: Fonds auf dem Prüfstand

Crashtest: Fonds auf dem Prüfstand

Wo haben beliebte Fonds aus stark nachgefragten Anlagekategorien Stärken und Schwächen, und wie sind ihre Manager aktuell aufgestellt? Wir geben die Antworten!

02.09.2010 10:07
Rubrik: Fonds

Fonds-Crashtest: Die besten globalen Aktien-Dachfonds

Quelle: Pixelio

Der große Gründungs-Boom ist vorüber, doch auch im Jahr 2 nach Einführung der Abgeltungssteuer behalten Dachfonds als Anlageklasse ihren Reiz. Vorausgesetzt, die Manager wissen ihre Freiheiten zu nutzen.

Performance, Stressverhalten, Ratings – worauf es im Crashtest ankommt

DER FONDS hat alle überwiegend in Aktien investierten globalen Dachfonds geprüft, die Ende Juni 2010 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt. Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste begrenzten. Der Rating-Vergleich schließlich bündelte die Noten von sieben Ratingagenturen. Für alle drei Kategorien gilt: Je höher der erzielte Rang, desto höher die Punktzahl. Der Spitzenreiter bekommt 100 Punkte, das Schlusslicht geht leer aus. Insgesamt kann ein Fonds auf diese Weise also maximal 300 Punkte erreichen. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier.

Warum dieser Markt jetzt interessant ist

Leo Willert, Berater des RAM Dynamisch

Ein globaler Aktien-Dachfonds passt in fast jede Asset Allocation und ist deshalb prinzipiell immer interessant. Nach wie vor auch aus steuerlichen Gründen: Weil die mit einem Dachfonds erzielten Kursgewinne erst bei der Rückgabe der Anteile steuerpflichtig werden, entsteht im Vergleich zum direkten Kauf und Verkauf einzelner Zielfonds im Lauf der Jahre ein nicht zu verachtender Stundungseffekt. Für Anleger ohne eigene Marktmeinung eignen sich natürlich am ehesten Angebote mit einer aktiv gemanagten Aktienquote. Speziell in den Jahren 2000 bis 2003 und 2007 bis 2009 ließ sich so im Auf und Ab der Börsen ein deutlicher Mehrwert erzielen. Gerade bei Trendfolge- oder mit anderen technischen Handelssystemen gesteuerten Dachfonds kommt es jedoch darauf an, nicht alles auf eine Karte zu setzen und unterschiedliche Ansätze zu kombinieren – auch mit klassischen, stets voll investierten Produkten.

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Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet

Vollautomatisches Trendfolgesystem gegen den Slogan „Wir investieren in Fondsmanager“ – im aktuellen Crashtest kommt es wie erwartet zum Wettstreit der Systeme und der bekannten Köpfe. Mit jeweils zwei Fonds im Spitzenfeld vertreten sind Leo Willert von C-Quadrat und Deutschlands Dachfonds-Pionier Eckhard Sauren. Beim computergesteuerten Siegerfonds, dem für den Versicherer Deutscher Ring betreuten RAM Dynamik, verfolgt Willert ein Total-Return-Konzept: Er kann sich flexibel in Fonds verschiedener Anlageklassen einkaufen und strebt in jeder Marktphase einen absoluten Ertrag an. Beim drittplatzierten C-Quadrat Arts Best Momentum geht er dagegen deutlich aggressiver zu Werke und ist stets voll in Aktienfonds investiert.

Gegenspieler Sauren vertraut statt auf Computer lieber auf den engen Kontakt zu Top-Managern. Für den Sauren Global Stable Growth kauft er vor allem Aktienfonds, kann aber zur Stabilisierung auch Hedge-, Renten- und offene Immobilienfonds beimischen. Beim viertplatzierten Global Opportunities verzichtet Sauren auf eine breite Streuung und konzentriert sich auf ineffiziente Märkte wie Nebenwerte und Schwellenländer. Platz 5 belegt mit Markus Kaiser ein ebenfalls mehrfach preisgekrönter Manager: Sein Veritas Dynamik ist zwar kein reiner Index-Dachfonds, investiert aber überwiegend in ETFs.

Von: Egon Wachtendorf

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