Flugzeugfonds: „Unkenrufe wie in den 70er Jahren“
Jürgen Salamon, Inhaber des Emissionshauses Dr. Peters und begeisterter Pilot, über die gegenwärtigen Turbulenzen in der Luftfahrt – und welche Auswirkungen diese auf die Flugzeugfonds seines Hauses haben.
DAS INVESTMENT.com: Durch die Finanzmarktkrise kommen zunehmend große Fluggesellschaften wie etwa Delta oder British Airways ins Trudeln. Macht Ihnen das Sorgen?
Jürgen Salamon: Was sich derzeit im Markt abspielt, ist sicherlich teilweise dramatisch. Für einige Fluggesellschaften wird dabei die Luft dünn, nicht aber für Global Player wie unsere Leasingpartner. Das ist zum Beispiel bei unserem aktuellen DS-Fonds Nr. 134 die Airline Emirates, hinter der die Herrscherfamilie von Dubai steht. Der Fonds finanziert eine Boeing 777. Mit der Finanzierung und Vermarktung von großen Fliegern kennen wir uns aus: Immerhin haben wir bereits über drei Fonds vier A380 platziert und sind im vergangenen Jahr mit dem ersten A380-Fonds im Liniendienst gestartet. Leasingnehmer ist dort Singapore Airlines. Mit unseren Partnern haben wir langfristige Verträge geschlossen, die das Auskommen unserer Fonds und der Anleger sichern. Unabhängig davon wächst der Luftverkehr seit 30 Jahren durchschnittlich um rund 5 Prozent - und Krisen konnten dieses Wachstum nur kurz bremsen. Die Globalisierung wird sich auch nach dieser Krise fortsetzen, der Luftverkehr wird weiter wachsen.
DAS INVESTMENT.com: Bei einigen Flugzeugfonds äuft die Platzierung eher schleppend. Wie sieht das bei Ihrem Boeing-777-Fonds aus?
Salamon: Der Fonds ist im Januar im Vertrieb gestartet und zum Zeitpunkt dieses Gesprächs zu 92 Prozent platziert. Wir sind im derzeitigen Marktumfeld mit dem Platzierungsverlauf zufrieden: Wir konnten mit unseren Fonds bis zur Jahreshälfte 2009 bereits ein Eigenkapitalvolumen von rund 110 Millionen US-Dollar einwerben.
DAS INVESTMENT.com: Zurück zu den A380-Fliegern. Um die gibt es einigen Wirbel, der von der International Lease Finance Corporation ausgeht. Deren Chef Steven Udvar-Házy unterstellt eine rezessionsbedingte sinkende Nachfrage, da für den Superflieger unter anderem hohe Umrüstungskosten von bis zu 25 Millionen US-Dollar beim Wechsel des Leasingnehmers anfallen würden.




















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