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12.03.2009 14:00
Rubrik: Märkte

Gold: Glänzende Zukunft

Quelle: Heraeus

Das Angebot kann mit der stark steigenden Nachfrage nicht mithalten. Der Goldpreis dürfte darum weiter steigen.

„Kündigen Sie, lösen Sie auf, was geht, und holen Sie Ihr Geld da raus. Kaufen Sie lieber Gold und Silber, parken Sie das Geld auf Tagesgeldkonten oder legen Sie einen Teil in Schweizer Franken an.“ Gerhard Spannbauer, Buchautor und selbst ernannter Experte für Krisenvorsorge, ist radikal – und pessimistisch: „Die wirkliche Krise ist noch nicht eingetreten“, heißt es auf seiner Internet-Seite. Neben der Vorsorge gegen leer gefegte Depots liefert er Tipps für den Fall leer gefegter Geschäfte und dem daraus folgenden Chaos. Er empfiehlt, Lebensmittel und Medikamente zu bunkern, den Kauf eines Brotbackautomaten und mobiler Wasserfilter sowie von Pfefferspray oder eines Teleskop-Abwehrstocks.

Spannbauer mag übertreiben, aber auch renommierte Experten sind in Krisenstimmung. Und Gold ist die Währung dieser Gemütslage. „Ich bin überzeugt, dass sich in den kommenden Jahren eine der wenigen Chancen bietet, auf steigende Edelmetallpreise zu setzen. Einfach, weil sich Edelmetalle als sichere Häfen anbieten und es keine Alternativen gibt“, so Ökonom Michael Panzer, Mitglied des New York Institute of Finance. Gold bringt weder Zinsen noch Dividenden. Gewinne gibt es nur, wenn der Preis steigt. Und dass er weiter steigt, ist sehr wahrscheinlich. Seine Höhe bestimmen neben psychologischen Faktoren vor allem die Fördermengen der Goldminen, die Nachfrage der asiatischen Länder und institutionellen Investoren sowie das Verhalten der Notenbanken.

1.000-Dollar-Marke in Sicht

Die Nachfrage ist hoch: Anleger sind seit Monaten im Goldrausch. Die schiere Zukunftsangst hat die Menschen schon immer in die sicheren Häfen getrieben. Und ein Ende der globalen Wirtschaftskrise ist nicht in Sicht. Nach Berechnungen des World Gold Council (WGC) ist die Nachfrage nach physischem Gold 2008 um 87 Prozent gestiegen. Barren und Münzen waren so beliebt, dass die Prägeanstalten bereits Ende vergangenen Jahres nicht mehr hinterherkamen und es in vielen Teilen der Welt Angebotsengpässe gab. Einige börsengehandelte Fonds lagern inzwischen mehr Gold, als im Tresor so mancher Zentralbank liegt. Insgesamt kletterte die Goldnachfrage im vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 3.659 Tonnen. Tendenz steigend.

Von: Astrid Lipsky

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