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04.05.2009 11:30
Rubrik: Märkte

„Deutsche B- und C-Standorte favorisiert“

Gerald Feig, Flex Fonds Capital

Gerald Feig, Vorstandsvorsitzender des Emissionshauses Flex Fonds Capital, über Investitionschancen in deutschen Immobilien-Mittelzentren – und die Möglichkeit, auch bei schlanker Provision im Fondsvertrieb zu punkten.

DAS INVESTMENT.com: Wie läuft das Geschäft in Zeiten der Finanzkrise?

Gerald Feig: Das Jahr 2009 hat so gut begonnen wie das alte aufgehört hat. Im ersten Quartal 2009 konnten wir mit einem Platzierungsvolumen von fast 12,9 Millionen Euro und knapp 50 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr ein Rekordquartal  verbuchen. Insbesondere der März hatte es in sich: Knapp 85 Prozent Steigerung zum Vorjahr hat uns alle überrascht. Das heißt: Der Aufwärtstrend setzt sich umgebremst weiter fort.

DAS INVESTMENT.com: Lässt die Krise Sie also kalt?

Feig: Das wäre sträflich. Wer diese Krise unterschätzt, wird selbst zum Opfer. Wir gehen davon aus, dass das Ende des Tunnels noch lange nicht erreicht ist. Trotz der Platzierungserfolge denken wir darüber nach, was wir noch besser machen können. Mit den Assetklassen „Immobilien“ (Fokus Deutschland) und „Rohstoffe“ (Erdöl und Gas) liegen wir voll im Trend.

DAS INVESTMENT.com: Nach welchen Kriterien kaufen Sie Immobilien ein?

Feig: Wir favorisieren sogenannte Mittelzentren, also B- oder sogar C-Standorte, und investieren in Städten bis zu 200.000 Einwohner. Das hat sich in den vergangenen 20 Jahren nicht geändert. Die Immobilien, hauptsächlich Gewerbeimmobilien, sollten sich dabei in 1A-Mikrolage befinden, also am besten am Marktplatz. Wir kaufen zudem nur Bestandsimmobilien ein, weil wir dem Anleger das Bau- und Fertigstellungsrisiko nicht zumuten wollen und können. Die Objekte müssen zudem mängelfrei übergeben werden. Der Kaufpreis darf das 13-fache der Nettojahresmiete einschließlich aller Erwerbsnebenkosten nicht übersteigen. Als Gewerbeimmobilien kommen für uns ausschließlich Objekte mit Mietern aus den Bereichen Handel, Banken, Kommunen, Körperschaften des öffentlichen Rechts oder aus approbierten Berufen, etwa Ärzte oder Apotheker, in Frage. Alles andere lehnen wir ab.

DAS INVESTMENT.com: Warum kommen für Sie keine Großstädte in Betracht?
Weil Oberzentrum-Immobilien zu den von uns geforderten Preisen kaum zu erwerben sind. Nur einmal haben wir es geschafft, eine zu 100 Prozent und langfristig vermietete Top-Immobile in Berlin zum 13-fachen einzukaufen. Das wird eine Ausnahme bleiben.

Von: Markus Deselaers

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