Schwellenländer: Warum BRIC-Fonds nach dem Absturz wieder auf der Kaufliste stehen
Solides Wachstum, kaum Schulden – und konsumiert wird auch noch: Die Volkswirtschaften der Schwellenländer bieten derzeit all das, was den Industrieländern fehlt. Die Unternehmen sind günstig bewertet, und gleichzeitig ist die Dividendenrendite hoch – insgesamt also ein hervorragendes Investmentklima.
„Wir werden auch 2010 eine stabile und starke Erholung an den Börsen der Schwellenländer sehen”, schreibt Morgan-Stanley-Volkswirt Jonathan Garner. Der Experte für die aufstrebenden Regionen dieser Welt liefert in seiner aktuellen Analyse auch gleich die Rendite mit, um die es 2010 im Schnitt für die Börsen der Emerging Markets nach oben gehen soll: 32 Prozent. Das sind immerhin 21 Prozentpunkte mehr, als Garner noch vor wenigen Monaten prophezeit hat.
Reine Kaffeesatzleserei? Mitnichten, die Analysen haben Methode: Garner setzt Aktienbewertungen und volkswirtschaftliche Kennziffern in Relation zueinander und leitet daraus seine Prognosen ab.

Hinweis: Lesen Sie in der Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe von DAS INVESTMENT (August 2009), wie Sie von der Erholung der Börsen in Brasilien, Russland, Indien und China am besten profitieren können - wir präsentieren die besten BRIC-Fonds.
>> zur Themenübersicht
>> zum Abo-Service & Einzelheftbestellung
Die Experten von J.P. Morgan indes berufen sich für ihren positiven Ausblick auf die Geschichte: Wenn das Kurs-Buchwert-Verhältnis (Aktienkurs im Verhältnis zum Gesamtwert des Unternehmens) in den Schwellenländern weniger als 1,5 beträgt und die Dividendenrendite 2,5 Prozent überschreitet, haben die Börsen der Emerging Markets zumindest in der Vergangenheit immer mindestens fünf fette Jahre aufs Parkett gelegt. Und danach sieht es auch jetzt wieder aus (siehe Tabelle).
Grafik: Aktienmärkte der Schwellenländer – Prognose steht auf Powerplay
>> vergrößern
Umso mehr, als in den vergangenen Wochen viel vom Frühlingserwachen der Weltwirtschaft die Rede war. Die Anzeichen dafür, dass sich die Konjunktur schon bald stabilisiert, haben sich zumindest verdichtet. Eine Region ist allerdings schon mindestens einen Schritt weiter: Asien. Diese Botschaft signalisieren die jüngsten Exportzahlen. In den vergangenen Monaten sind die Ausfuhren etlicher Länder nach China regelrecht in die Höhe geschnellt.




















Noch keine Kommentare vorhanden.
Kommentar schreiben