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03.09.2009 11:08
Rubrik: Märkte

Morgan Stanley, Moody's und Standard & Poor's wegen Betrugs angeklagt

Quelle: Fotolia

Die US-Bank Morgan Stanley sowie die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's müssen sich vor Gericht einer Sammelklage wegen Betrugs stellen. Ihnen wird vorgeworfen, die Risiken bei einem Investment in zweitklassige Hypotheken verschleiert zu haben.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, lies die US-Bundesrichterin Shira Scheindlin eine entsprechende Klage in der Nacht auf Donnertag zu. Die Ankläger – die Abi Dhabi Commercial Bank und King County aus dem Bundesstaat Washington – werfen den Firmen vor, Risiken bei einem Investment im Zusammenhang mit zweitklassigen Hypotheken verschleiert zu haben. Die Klage gegen einen weiteren Beschuldigten, die Bank of New York Mellon, wies Scheindlin dagegen ab.

Im konkreten Fall geht es um das Unternehmen Cheyne Structured Investment Vehicle, das im August 2007 zahlungsunfähig wurde. Die Käufer von Cheyne-Anleihen, die ihre Mittel daraufhin verloren, werfen Morgan Stanley vor, die Anleihen als hoch-qualitativ bezeichnet zu haben. Außerdem seien die Ratings von Moody's und Standard & Poor's unangemessen gut gewesen.

Das Urteil könnte jedoch Signalwirkung für die Klagen von zahlreichen anderen Investoren haben, die im Vertrauen auf Investmentbanken und Ratingagenturen ihr Geld in komplexe Schuldverschreibungen anlegten und anschließend einen Großteil ihrer Anlagen verloren.

 

Von: Svetlana Kerschner

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