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29.10.2009 12:08
Rubrik: Märkte

Kaufkraft und Wechselkurse: Billy statt Big Mac

Quelle: Ikea

Der legendäre Big-Mac-Index, als Indikator für Kaufkräfte und Wechselkursgleichgewichte bekommt Konkurrenz. Kristian Siedenburg vom Nachrichtendienst Bloomberg hat die Preise für das Billy-Standard-Regal (80 mal 28 mal 202 Zentimeter) in allen 38 Ländern, in denen das Möbelhaus vertreten ist, verglichen.

Der Big-Mac- und der Billy-Index dienen als Indikator für Kaufkraft, Wohlstand und Wechselkursgleichgewichte. Laut Burger-Index ist die norwegische Hauptstadt Oslo bei den Bulettenpreisen weltweit führend. Hier kosten sie 6,15 Dollar. Nach der Burger-Theorie gilt die norwegische Krone somit als überbewertet und sollte längerfristig an Wert verlieren.

Doch wo der Burger teuer ist, kann Billy billig sein. So ist das Bücherbord ausgerechnet in Dubai mit 47,64 Dollar am billigsten. In Israel ist das Billy-Regal mit 103,48 Dollar am teuersten. Norwegen kommt mit einem Billy-Preis von 60,15 Dollar dem globalen Mittelwert von 60,09 Dollar am nächsten. Großbritannien ist sogar sensationell billig mit bescheidenen 49,34 Dollar für das Bord – was gerade mal dreizehn britischen Burgern entspricht.

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Allerdings hat der Billy-Index auch seine wissenschaftlichen Schwächen. Ökonomen bemängeln, dass Bücherborde keine geeigneten Konsumgüter sind – man kauft zu selten, um sie als zuverlässigen Maßstab für Schwankungen internationaler Wechsel- und Warenkurse zu nehmen.

Von: Malte Dreher

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