Multi Invest OP: Das andere Risiko
Es schien das Jahr von Olaf-Johannes Eick zu werden. Die Folgen der Finanzkrise mit minimalen Verlusten gemeistert, dazu im Abgeltungssteuerfinale in nur vier Wochen mehr als 150 Millionen Euro eingesammelt – der Inhaber der in der Schweiz ansässigen Investmentboutique Multi Invest hatte im Januar allen Grund, sich auf Kongressen und Podiumsdiskussionen mit breiter Brust feiern zu lassen.
Der Jubel ist merklich abgeklungen. Weil Eicks mathematische Modelle den ganzen Sommer hindurch keinerlei Kaufsignale für Aktien gaben, blieben sein Flaggschiff-Fonds Multi Invest OP und auch die meisten anderen Mandate 2009 in den Niederungen des Geldmarkts hängen.
Doch damit nicht genug: Um das Geld der Anleger vor Inflation zu schützen, nahm Eick im Frühjahr Anteile der unter anderem im kasachischen Ölgeschäft tätigen Beteiligungsgesellschaft Petro Capital Resources (PCR) auf. Das hätte er allerdings besser gelassen. Die PCR-Aktie brach seither um 80 Prozent ein und ließ den Multi Invest OP seit Jahresbeginn mit 2,2 Prozent ins Minus rutschen.
Eick ist nach Madoff-Opfer Bernd Greisinger bereits der zweite prominente Dachfondsmanager, der beim Versuch, Verluste um jeden Preis zu vermeiden, Teile seines Portfolios vor die Wand fährt. Zwar sind die beiden Fälle in ihrer Dimension nicht vergleichbar.
Einmal mehr zeigt sich jedoch: Fonds, deren Manager vorgeben, sich dank einer überlegenen Anlagephilosophie vom Auf und Ab der Aktienmärkte abkoppeln zu können, sind nicht ohne Risiko. Es liegt nur woanders.




















Das würde mich auch interessieren. Wohl eher nicht ;-)
Nochmals, 50%Verlust verlangen einen 100% tigen Gewinn um diese Verlust auszugleichen! Bei dem MultiInvestOp bedeutet 2% Verlust nur 3% zum Ausgleich. Ich weiss über was ich spreche,ich bin seit 1998 dabei und deshalb in Fonds wie den o.g. investiert. Ich gehe jeden Abend ruhig schlafen und fahre auch 4-6 Wochen ohne Online Banking in Urlaub!
Gruß allen Großsprechern
Karl
Kommentar schreiben