Chinas Weg zur Konsumgesellschaft

Chinas Weg zur Konsumgesellschaft

User-Highlights

Der große Marktausblick 2012

Der große Marktausblick 2012

Wohin tendieren die Weltbörsen? Wo ist Geld noch sicher? Welche Investments versprechen ordentliche Renditen?

Gold

 Gold

Die Krisenwährung im Höhenrausch: Sicherer Hafen oder der Beginn einer neuen Blase? News, Analysen und Expertenmeinungen.

Euro-Bonds

 Euro-Bonds

Bon-Bonds oder Euro-Bombs. Wie sinnvoll sind europäische Schuldscheine? Was wären die Folgen für das Management von Rentenmandaten?

Schuldenkrise

Regulierung der Finanzbranche

Die Schuldenkrise spitzt sich zu, die Börse stürzen ab. Wir liefern Analysen, News und Hintergründe.

Topnews

Facebook

Das Wichtigste in einem Bild

 Topnews in Bildern
14.07.2010 13:16
Rubrik: Märkte

Deutsche-Bank-Analyst über Brasilien: Wer 2010 Präsident wird, spielt keine Rolle

Der Strand Copacabana in Brasilien;
Quelle: Fotolia

Pech im Spiel, Glück in der Wirtschaft. Bei der Fußball-WM schied Mitfavorit Brasilien bereits im Viertelfinale aus. Doch der guten Stimmung der Analysten tat das keinen Abbruch. Was das Land seit der Präsidentschaftswahl vor acht Jahren erreicht hat und warum es keine Rolle spielt, wer im Oktober Staatsoberhaupt wird, erklärt Markus Jaeger, Analyst bei der Research-Sparte der Deutschen Bank (DB Research).

Seit der letzten Präsidentschaftswahl vor acht Jahren hat Brasilien viel erreicht. Zunächst als Finanzminister, dann als Präsident mit zwei Amtszeiten (1995-2002) hatte Fernando Henrique Cardoso die Hyperinflation besiegt. Allerdings war zur Zeit der Präsidentschaftswahl die wirtschaftliche Stabilisierung in zweierlei Hinsicht unzureichend: Erstens waren die Haushaltsanpassungen nach der monetären Stabilisierung nicht ausreichend und zweitens fehlte ein vollständiger politischer Konsens über eine stabilitätsorientierte Wirtschaftspolitik. Die Aussicht, der Kandidat der PT – Luiz Inacio (Lula) da Silva – könne die Wahl gewinnen, deckte beide Schwachpunkte auf, was im Jahr 2002 zu einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise führte, die Brasilien fast in die Zahlungsunfähigkeit trieb.

Die Einführung von entschiedenen haushaltspolitischen Anpassungen sowie die Beibehaltung einer Geldpolitik, die auf niedrige Inflation ausgerichtet ist und auf Zentralbankautonomie beruht, vollendete unter der Lula-Regierung nicht nur die wirtschaftliche Anpassung Brasiliens, sondern konsolidierte auch endgültig den breiten politischen Konsens in Bezug auf die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität des Landes.

###BOX_5###

Zudem erwies sich die stabilitätsorientierte Wirtschaftspolitik als eine clevere, politisch erfolgreiche Strategie, die es der PT erlaubte, ihren Stimmenanteil in den folgenden Wahlen zu erhöhen, und die 2006 zu Lulas Wiederwahl entschieden beitrug.

Bei der Wirtschaftspolitik sind sich die beiden Kandidaten weitgehend einig

In diesem Jahr wird die Präsidentschaftswahl, bei der zwei Kandidaten, die beide Anhänger des derzeitigen makroökonomischen Konsenses sind, aus kurzfristiger Finanzmarktperspektive ein relativ unbedeutendes Ereignis sein. Im Falle eines Wahlsiegs von Dilma Rousseff, Kandidatin der Arbeiterpartei PT, dürfte die Wirtschaftspolitik weitgehend unverändert weitergeführt werden („dirty float“ des Wechselkurses, Inflationsziel von 4.5 Prozent, ausreichend hohe Primärüberschüsse, um die Nettoverschuldung im Verhältnis zum BIP zu senken). Steigende Staatseinnahmen dank des kräftigen Wirtschaftswachstums werden es der Regierung erlauben, die Ausgaben real zu steigern und ausreichend große Primärüberschüsse zu erwirtschaften, um die öffentliche Verschuldung abzubauen.
Mit José Serra von der sozialdemokratischen Partei Brasiliens (PSDB) an der Spitze könnte die Fiskalpolitik etwas restriktiver ausfallen

Von: Markus Jaeger

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

Noch keine Kommentare vorhanden.

Kommentar schreiben

* - Pflichtfeld



CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*